Termine | 2017/17 - 07. September, S. 27


Kunst im Doppelpack


Neues Landesmuseum zeigt Dix und Schmidt-Caroll


Wie kaum ein anderer deutscher Künstler fing der Maler und Grafiker Otto Dix (1891-1969) in seinen kraftvollen Werken die brüchigen Zeiten der 1920er-Jahre in all ihrer Widersprüchlichkeit ein. Seine realistischen, manchmal hart überzeichneten Bildwelten prägen das kollektive Gedächtnis an die Weimarer Republik bis ins Heute.

Im neuen Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst zeigen zwei Ausstellungen an den Standorten Cottbus und Frankfurt (Oder) Arbeiten von Otto Dix, seiner Zeitgenossin Erna Schmidt-Caroll (1896-1964) sowie aus der neu vereinten Sammlung aus den 1970er- und 1990er-Jahren.

Leonie

Otto Dix: Leonie, 1923
Aus der Serie: „Im Vorbeigehen: Von Städten, Männern und Frauen“ Farblithographie von zwei Steinen auf Maschinenbütten, 60,50 x 43,00 cm, Zeppelin Museum Friedrichshafen

Die beiden zeitlich parallellaufenden Ausstellungen „Im Vorbeigehen: Von Städten, Männern und Frauen“ in Cottbus und „(Quer)Köpfe“ in Frankfurt (Oder) bilden den Auftakt der Programmverzahnung beider Standorte durch thematische, künstlerische und kunsthistorische Zusammenhänge in der gesamten Sammlung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst.

Die Ausstellung im Dieselkraftwerk in Cottbus zeigt den künstlerischen Blick von Otto Dix auf seine Zeit. Das Spektrum der rund 60 in Cottbus vereinten Ausstellungsexponate von Otto Dix reicht von selten gezeigten Gemälden zu Klassikern seiner grafischen Werkzyklen sowie vergleichsweise unbekannten Holzschnitten.

Kunstmuseum Dieselkraftwerk in Cottbus
Di-So 10-18 Uhr   |  www.blmk.de