Eine Wanderung im Herbst durch Brandenburg ist verbunden mit einem spektakulären Farbspektakel. Blätter in gelb und rot gefärbt leuchten an den Bäumen oder rieseln schon sanft zu Boden hinab. Das füllige Laub raschelt unter den Schuhen und lässt manchmal den Weg nur erahnen. Das geht besonders gut auf den Wanderwegen im Buchenwald Grumsin, der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört.

Zahlreiche bunte Blätter hat auch der Fernrundwanderweg „Rund um die Schorfheide“ zu bieten, der es in diesem Jahr beim bundesweiten Wettbewerb „Deutschlands schönster Wanderweg 2022“ des Wandermagazins in der Kategorie Mehrtagestouren auf Platz 3 schaffte. Die insgesamt 135 Kilometer lange Tour mit insgesamt sieben Etappen führt unter anderem zum Kloster Chorin – einem der bedeutendsten Baudenkmalen der frühen Backsteingotik – ­sowie zu einem Riesenkoloss aus Stahl, dem Schiffshebewerk in Niederfinow.

 

Luftige Höhen im Havelland

Wer glaubt, dass es in Brandenburg keine Berge gibt, wird auf der „3-Berge-Tour“ um den Ort Milow herum eines Besseren belehrt. Schon auf der Fahrt dorthin sind sie nicht zu übersehen. Drei markant bewaldete Hügel ragen auf einmal völlig unerwartet aus der flachen Landschaft hervor. Sie sind nur zwischen 71 und 85 Meter hoch. Gipfelstürmende, die sie erklimmen, werden trotz der niedrigen Höhe ganz oben mit einer einzigartigen Aussicht ins Havelland belohnt.


Foto: TMB-Fotoarchiv / Matthias Schäfer

 

Bergmolche im Fläming

Nicht unbedingt Bergen, dafür kann man im Fläming mit etwas Glück dem Bergmolch begegnen – und zwar auf dem „Bergmolch-Wanderweg“, der am Naturparkzentrum in Raben startet. Diese Tour durchquert unter anderem einen wichtigen Lebensraum für verschiedene Amphibienarten. Daher auch der Name dieses Wanderweges mit dem blauen Bergmolch-Logo.


Foto: TMB-Fotoarchiv / Steffen Lehmann

 

Wandern mit Seeblick

Der Tourismus­verband Ruppiner Seenland e. V. hat seine erste Wanderbroschüre herausgebracht. Darin zu finden sind insgesamt zwölf für Familien geeignete Touren – unter anderem durch den Naturpark Stechlin-Ruppiner sowie die Kyritz-Ruppiner-Heide. Auf den Rundtouren können unter anderem Geheimnisse sprudelnder Quellen oder sagenumwobener Moore gelüftet werden. Und der nächste See ist bestimmt bald im Blick. Broschüre zum Herunterladen unter: ruppiner-seenland.de

 

Wo Fontane nie wanderte

Der Autor Thomas Niedlich widmet sich in seinem Buch „Wanderungen in der Prignitz“ der am nordwestlichen Ende von Brandenburg gelegenen Reiseregion. Dabei gerät er auch ein wenig in Zwietracht mit Theodor Fontane, der bei seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg diesen Teil des Landes völlig außen vor gelassen hatte. Thomas Niedlich beschreibt Touren, die ihn in die Vergangenheit von Kirchen, Burgen und Herrenhäuser führen sowie in die Gegenwart dieses Landstriches, der Tradition und Aufbruch vereint. Verlag Rockstuhl, Taschenbuch, 216 Seiten mit 74 Fotos und Abbildungen, 14,95 Euro, verlag-rockstuhl.de

 

Weitere Informationen: reiseland-brandenburg.de/unplugged

 

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