Mit Beginn des neuerlichen Lockdowns im November mussten zahlreiche Kultur- und Freizeiteinrichtungen in Berlin und Brandenburg ihre Türen wieder schließen. Doch die Besucher müssen nicht gänzlich auf die Angebote der Häuser verzichten, denn die meisten von ihnen sind kreativ geworden und haben – wie schon im Frühjahr – ein digitales Angebot auf die Beine gestellt. So lässt sich Theater im Stream genießen und Museen laden zu virtuellen Rundgängen ein. Eine kleine Auswahl des virtuellen Programms findet sich hier:

 

Web-App und virtueller Videoraum


Foto: Berlinische Galerie/Daniel Müller

Die Berlinische Galerie ist während ihrer Schließung weiter über ihre Onlinekanäle für die Besucher präsent. Schwerpunkte sind die Web-App zur neuen Ausstellung „Provenienzen. Kunstwerke wandern“ und die Videotour durch „Gezeichnete Stadt. Arbeiten auf Papier 1945 bis heute“. Ein weiteres Highlight ist das aktuelle Online-Projekt „Out and About. Queere Sichtbarkeiten in der Sammlung“ der Volontäre und Volontärinnen des Museums. Und vom 22. bis 29. November können Besucher im virtuellen Videoraum ein Kurzfilmprogramm ansehen, das in Zusammenarbeit mit dem „XPOSED Queer Film Festival Berlin“ kuratiert wurde.

Weitere Infos unter berlinischegalerie.de

 

 

Theater im Stream

Während des November Lockdowns und auch an einigen Terminen im Dezember, zeigt das Berliner Maxim Gorki Theater vier aktuelle Produktionen online auf seinem Gorki-Stream. Die Aufführungen sind mittwochs und freitags jeweils ab 19.30 Uhr für 24 Stunden im Netz verfügbar. Als nächstes läuft am 20. November „Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden“ nach einem Drehbuch von Sibylle Berg. Am 25. November zeigt das Theater „Death positive – States of emergency“.

Weitere Infos und alle Termine untergorki.de/gorki-stream

 

Der Zauberberg als Exklusiv-Premiere im Livestream


Motiv aus der Animation zu „Der Zauberberg“: Tilo Baumgärtel

Am Freitag, den 20. November um 19.30 Uhr hat „Der Zauberberg“ nach Thomas Mann in der Regie von Sebastian Hartmann als Livestream Premiere. Manns Zauberberg gilt als Meisterwerk an Stilvirtuosität und gekonnten Charakter-zeichnungen. Die Vorstellung findet auf der großen Bühne des Deutschen Theaters statt – leider ohne Publikum, dafür aber mit mehreren Kameras. Der Stream endet mit Ende der Vorstellung und wird im Anschluss an die Premiere bis Samstag, den 21. November 19.30 Uhr auf der Webseite des Deutschen Theaters verfügbar sein.

Infos und Stream unter deutschestheater.de/digital/zauberberg-digital

 

 

Blicke hinter die Kulissen des Berliner Ensembles


Foto: Berliner Ensemble/Moritz Haase

 

Die Foyers der Theater sind leer, die Garderoben verwaist. Aber die Arbeit hinter den Kulissen geht weiter: Im November 2020 wird im Großen Haus des Berliner Ensembles Erich Kästners „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ in der Regie von Frank Castorf geprobt. Das Stück hätte bereits im März Premiere haben sollen und musste nun erneut verschoben werden. Im Neuen Haus inszeniert Christina Tscharyiski Elfriede Jelineks „Schwarzwasser“ – die Premiere war für Ende November geplant. Auch in den Werkstätten wird weiter an den nächsten Inszenierungen gearbeitet, es werden Perücken geknüpft und Kostüme geschneidert. Moritz Haase, Hausfotograf des Berliner Ensembles, dokumentiert diesen besonderen Monat mit seiner Kamera und lässt alle Theaterinteressierten daran teilhaben.

Die Bildergalerie wird laufend ergänzt unter berliner-ensemble.de/backstage-im-lockdown

 

 

Online-Museums-Rallye

Das Archäologische Landesmuseum in Brandenburg an der Havel hat sich auch für die kleineren Besucher einen virtuellen Zeitvertreib überlegt. Im Netz findet
sich eine Online-Museums-Rallye mit Forscherquiz für junge Archäologen und Archäologinnen – einmal für Kinder ab fünf Jahren und einmal für jene ab neun Jahren. Außerdem bietet das Haus einen digitalen Rundgang durch Objekte der Sammlung des Museums an. So vergeht die Zeit, bis man die Ausstellungsstücke wieder aus nächster Nähe unter die Lupe nehmen kann, wie im Flug.

Mehr unter landesmuseum-brandenburg.de

 

 

Museumstour per Zoom-Konferenz


Foto: Lukas Spoerl

Täglich ermöglicht die „Barberini Live Tour“ noch bis zum 30. November einen virtuellen Besuch der Sammlung französischer Impressionisten im Potsdamer Museum Barberini. Gemeinsam mit einem erfahrenen Guide entdecken die Besucher in einer Zoom-Konferenz die über 100 Meisterwerke von Claude Monet, Auguste Renoir, Berthe Morisot, Alfred Sisley und weiteren Malern des Impressionismus und Postimpressionismus. Im Gespräch mit dem Guide erleben die Teilnehmer die 360°-Ansicht der Ausstellungsräume, erfahren mehr über die Maltechnik und die Künstlerbiographien und können die Gemälde aus der Nähe betrachten – fast als wären sie selbst vor Ort. Jeden Sonntag findet eine Tour speziell für Familien statt.

Weitere digitale Angebote des Museums unter museum-barberini.de

 

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