Wollte man das Motto der StattReisen Berlin auf einen eleganten Nenner bringen, könnte man sich der an Goethe angelehnten Zeilen „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah“ bedienen. Man muss kein Universalgelehrter sein, um zu erkennen, dass deren Bedeutung gerade heute, zu Zeiten von COVID-19, aktueller ist denn je. Im Zuge ihres Sommerprogramms speziell für Berliner bieten die StattReisen Berlin nun mittwochabends und freitags bis sonntags insgesamt 80 Führungen an, die immer wieder überraschende Perspektiven auf bekannte und unbekannte Orte Berlins werfen.

Eines der Rahmenthemen lautet beispielsweise „100 Jahre Großberlin“ und beschäftigt sich mit dem wegweisenden Beschluss zur Bildung Großberlins. Die dazugehörigen Stadtführungen widmen sich alter Stadtkerne genauso wie moderner Siedlungen und schneller Verkehrsadern. Was hat die Entwicklung zur Metropole mit den alten Strukturen gemacht?, ist nur eine Frage, die dabei diskutiert wird.

Wer derzeit besonders unter der theaterlosen Zeit leidet, dem sei einer der literarischen Spaziergänge auf den Spuren Döblins, Kafkas oder Falladas ans Herz gelegt. Wem das zu viel poetischer Eskapismus ist, kann sich mit einer Führung namens „Im Zeitalter der Epidemien“ in den ehemaligen Arbeiterbezirk Wedding, der im 19.  Jahrhundert von Cholera und Co. heimgesucht wurde, entführen lassen und dabei die Brücken zur Jetztzeit beschreiten. Höhepunkte sind unter anderem das Virchow-Klinikum und das Robert-Koch-Institut, die damals gerade das Gesundheitswesen revolutionierten und deren Bedeutung auch heutzutage nicht größer sein könnte.

 

Alle Führungen und Infos unter: stattreisenberlin.de

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