Die Tourempfehlung „Wanderung durch Silbergras und Heideland“ mit Offlinekarte und nützlichen Serivceinfos gibt’s mit DB Ausflug kostenlos aufs Smartphone. Über den roten Button in der App geht’s direkt zur Reiseplanung anhand der aktuellen Fahrplandaten. Dauer: ca. 7 h, Strecke: 20 km

Da staunt der Naturliebhaber: Ein Wald mit Heideflächen, wie passt das zusammen? Und ob – im Forsthaus Prösa, einem ausgedehnten Waldgebiet im Süden Brandenburgs, wurden in den 1960er Jahren Waldflächen für einen Truppenübungsplatz gerodet. Fortan durchpflügten Panzer und schweres militärisches Gerät den Boden. Es entstand eine Heidelandschaft mit einzigartigen natürlichen Schätzen, allen voran den Calluna-Heiden, dazu Sandtrockenrasen, Silbergrasfluren und Besenheide. Heute ist diese Landschaft, die dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft ihren Namen gab, eine der 15 Nationalen Naturlandschaften Brandenburgs – und ein ideales Ausflugsziel für Wanderer.

Ganz besonders eindrucksvoll ist es hier im Spätsommer, wenn die violett blühende Heide ein atemberaubendes Naturschauspiel zeigt. Aber auch außerhalb der „lila Saison“ vermag diese Tour Naturgenießer zu überzeugen, die eine abwechslungsreiche Naturlandschaft erleben möchten. Mit 20 Kilometern Länge ist diese Tour besonders für passionierte Wanderer zu empfehlen, etwa sechs bis sieben Stunden Wanderzeit sollten veranschlagt werden. Nehmen Sie ausreichend Proviant und Getränke mit, da es im Ort Hohenleipisch nur eine Einkehrmöglichkeit gibt.

Vom Bahnhof kommend, geht es nach rechts in die Döllinger Straße. Nach etwa 500 Metern erreichen Sie die Ortsmitte des 800 Jahre alten Dorfes mit Töpfertradition. Hier geht es nach rechts in die Berliner Straße, die in nördlicher Richtung aus dem Ort hinausführt. Sie erreichen dann den Weg „Reesberg“, wo Sie den Ausblick auf die Streuobstwiesen genießen können. Nach weiteren knapp zwei Kilometern erreichen Sie die Grube Gotthold, eine ehemalige Tagebaugrube, die später geflutet wurde. Der See gehört zum Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa.

Entlang der alten Dresdener Poststraße gelangen Sie auf die Offenlandfläche mit Sandtrockenrasen, der Calluna-Heide und dem Silbergras. Vorbei am Abzweig zu den Traubeneichenwäldern, einer der größten zusammenhängenden beerenstrauchreichen Traubeneichenwälder und Lebensraum des Auerhahns, gelangen Sie noch einmal auf eine 400 Hektar große Offenfläche, wo während der Heideblüte ein lila Blütenteppich bestaunt werden kann. Von hier geht es durch das ausgedehnte Waldgebiet circa sieben Kilometer in südlicher Richtung zurück nach Hohenleipisch. Zur Stärkung empfiehlt sich eine Rast bei regionalen kulinarischen Spezialitäten in der Gaststätte „Zum goldenen Löwen.“ Hier werden Besucher mit Lausitzer Küche, Fisch- und Wildspezialitäten verwöhnt, dazu gibt es frisch gezapftes Bier oder einen guten Tropfen Wein. Um zum Bahnhof zu gelangen, gehen Sie auf der Dresdener Straße zurück und biegen dann nach rechts in die Döllinger Straße ein.

 

Anreise
Hinfahrt: mit dem RE5 z. B. um 7.18 Uhr ab Berlin Hbf bis Hohenleipisch, Rückfahrt: z. B. um 18.45 Uhr, Fahrzeit: 1 Stunde 56 Minuten

Ticket-Tipp
Das Brandenburg-Berlin-Ticket gilt Mo – Fr von 9 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages, Sa/So und an Feiertagen von 0 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Es kostet 29 € und kann von Gruppen bis zu fünf Personen genutzt werden. Für Familien gilt: Zwei Erwachsene können beliebig viele eigene Kinder oder Enkel unter 15 Jahren kostenlos mitnehmen. bahn.de/brandenburg

 

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