Buchstäbliches Aufatmen für Schulklassen: Ausflüge und Exkursionen zu außerschulischen Lernorten sind nach der langen Zeit coronabedingter Einschränkungen in diesem Frühjahr und Sommer wieder möglich – und werden von den Schulen auch gerne zur Auflockerung und Anregung für den Unterricht genutzt.

Im Herbst 2021 hatte DB Regio Nordost im Rahmen des Programms „Klasse unterwegs“ die Aktion „100 Testfahrer-Schulklassen gesucht“ ins Leben gerufen. Ziel war es, die Schulen dabei zu unterstützen, nach den Phasen des Homeschooling wieder zusammenzufinden. Denn beim gemeinsamen Ausflug gelingt es am besten, die Klassengemeinschaft zu stärken und eine produktive Lern­atmosphäre herzustellen.

Die ersten Klassen haben das Angebot von DB Regio Nordost auch schon gleich im Herbst 2021 genutzt. Coronabedingt mussten etliche Wunschtermine dann aber doch verschoben oder umgeplant werden. Inzwischen haben alle 100 Testfahrer-Schulklassen ihre Ausflugs- und Exkursionspläne konkretisiert und die verbindliche Zusage zur Teilnahme an der „Klasse unterwegs“-Aktion bekommen.

Passende Ziele für außerschulisches Lernen, die alle gut mit öffent­lichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind, finden sich auf bahn.de/klasseunterwegs. Die entsprechenden Themen am Zielort können mit den jeweils passenden Unterrichtsfächern optimal gekoppelt werden. Das Spektrum reicht vom Ozeanum in Stralsund bis zum Besucherbergwerk F60 in Lichterfeld in der Lausitz.

In Schwerin können reiselustige Schulklassen exklusive Einblicke ins Märchenschloss bekommen. In Berlin kann eine Bahnwerkstatt besucht werden. Die Deutsche Oper in Berlin zählt ebenso zu den Testfahrer-Lernorten von „Klasse unterwegs“ wie das Staatstheater in Cottbus. An der Müritz geht’s in den Bärenwald, in Potsdam ins Planetarium. Und dann ist natürlich in diesem Jahr auch die Landesgartenschau in Beelitz ein beliebtes Ausflugsziel gerade auch für Schulklassen.

Denn dort bietet das „Grüne Klassenzimmer“ viele spannende Workshops an. Die ersten Berichte von Testfahrer-Schulklassen sind schon auf der Homepage von „Klasse unterwegs“ zu finden: „Gummibärchen in weißem Qualm verschwunden“ lautet eine der Überschriften. Oder „Lampen einschalten, Temperaturen überprüfen, Gasbrenner zuschalten“, so der Testfahrer-Bericht aus dem Industriemuseum in Brandenburg an der Havel. „Wir sind auf einer grasigen Brücke“, vermeldet eine Grundschulklasse aus Berlin beim Besuch der Kleinen Schäferei in Biesenbrow.

Eine 5. Klasse war zum Abschluss ihrer „Projektwoche Deutschland“ der Frage nachgegangen: „Wieso ist bei uns in Wildau so viel Sand und warum gibt es in Brandenburg so viele Seen?“ Antworten fanden sie im Müritzeum in Waren. Es war „ein schönes Erlebnis“, berichtet Hannah noch während der Rückfahrt im RE. „Die Fahrten mit der Bahn waren sehr ruhig und erholsam. P.S.: Ich wäre sogar fast eingeschlafen“.

Für einige Schüler:innen war der „Klasse unterwegs“-Test übrigens Anlass für die allererste Zugfahrt überhaupt. Moderne klimafreundliche Mobilität sollte heutzutage auf jedem Lehrplan stehen, also am besten gleich planen, wohin die nächste Zugfahrt gehen soll – auf bahn.de/klasseunterwegs.

 

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