Bei einer Zugreise muss es manchmal schnell gehen. Zu schnell – und dann kann es passieren, dass man im Eifer des Gefechts etwas vergisst. Die Jacke hängt noch am Kleiderhaken, der Rucksack ist zu tief unter den Sitz geschoben und wird beim Aussteigen übersehen. Den Verlust bemerken Reisende oft zu spät. Die persönlichen Sachen sind dann aber keinesfalls gänzlich verloren. Der Fundservice der Deutschen Bahn hilft im Fall der Fälle weiter.

Wer am Ende seiner Reise etwas vermisst, kann dem auf verschiedene Weise nachspüren. Hat der verloren gegangene Gegenstand einen Wert von über 15 Euro, ist die Meldung zum Beispiel ganz einfach online möglich. Außerdem ist eine Telefonnummer geschaltet oder Reisende wenden sich an die Servicemitarbeiter am Bahnhof, die beim Ausfüllen eines Nachforschungsantrages behilflich sind. Erhältlich sind diese Anträge an den DB Informationen. Die Servicemitarbeiter dort nehmen die Verlustmeldung wenn möglich auch gleich in die Datenplattform auf.

Über ein besonderes Erfolgserlebnis in Sachen Suchen und Finden hat kürzlich eine Kundin auf der Facebook-Seite der Deutschen Bahn berichtet. Sie war mit einem Intercity über Berlin in Richtung Rostock unterwegs, wie sie schreibt. „In Neustrelitz musste ich umsteigen. Nach der Abfahrt des IC bemerkte ich mit einem Riesenschrecken, dass meine Handtasche mit all meinen Papieren, Geldkarten und Portemonnaie im IC liegengeblieben ist.“

Der Zugbegleiter im RE habe sich sofort mit den Zugbegleitern des IC in Verbindung gesetzt – und die Tasche der Frau war bereits gefunden worden, so die Schilderung. „Mir fiel ein riesen Stein vom Herzen“, sagt die Kundin. „Ich möchte mich auf diesem Weg ganz herzlich für die Hilfe aller Mitarbeiter der Bahn bedanken, die mit dieser Sache zu tun hatten. Hätte ich die Tasche nicht so schnell wiederbekommen, wären meine vier Tage Besuch bei meinem Sohn und meiner Mutter etwas anders verlaufen.“

Im Fall dieser Kundin war die Suche nach der verlorenen Tasche sehr schnell von Erfolg gekrönt. Generell gilt, dass vier Wochen lang nach einem Fundstück geforscht wird. Findet sich nichts, wird die Nachforschung eingestellt.

Wird beim Fundservice im Bahnhof ein Gegenstand abgegeben, nehmen die Mitarbeiter dort ihn samt Beschreibung in eine Datenbank auf und lagern ihn sieben Tage am Bahnhof in der Fundstelle ein, wo er abgeholt werden kann. Passiert das nicht, kommt der Gegenstand ins zentrale Fundbüro nach Wuppertal. Dort wird in der Datenbank erneut überprüft, ob jemand nach dem Gegenstand sucht. In Wuppertal werden die Fundsachen entsprechend ihrer Lagerfrist aufbewahrt. Nach deren Ablauf werden die Sachen entsorgt oder zur Auktion freigegeben.

bahn.de/fundservice
Verluste können telefonisch unter 0900 1990599* gemeldet werden. Die Mitarbeiter sind Mo - Fr  9 - 18 Uhr erreichbar.
* 59ct/min. aus dem dt. Festnetz

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