Christoph Sedner, 47, ist seit 2011 Mitarbeiter der DB und betreut als Streckenagent jetzt auch den neuen Twitter-Kanal von DB Regio Nordost. Wir haben mit ihm über sein vielfältiges Aufgabengebiet gesprochen:

 

Wie gestaltet sich Ihre Arbeit als Streckenagent?
Christoph Sedner: Meine sieben Kolleginnen und ich sind sozusagen im Auftrag der Fahrgäste unterwegs und werden immer dann aktiv, wenn der Bahnbetrieb mal nicht so läuft, wie er soll. Wir sitzen direkt mit in der Transportleitung und bekommen Störungen und was dagegen unternommen wird aus erster Hand mit. Unsere Aufgabe ist dabei, den Fahrgast durch die Störung zu begleiten. Das heißt, wir beantworten den Fahrgästen, die unsere mobile App DB Streckenagent nutzen, zeitnah die wichtigsten Fragen wie: Was ist passiert? Welche Auswirkungen hat das für mich und wie lange dauert es wahrscheinlich? Welche Alternativen gibt es? Ist die Störung behoben, informieren wir natürlich auch darüber. Und all diese Infos gibt es jetzt auch über Twitter.

 

Welche Rolle spielt der neue Twitter-Kanal von DB Regio in Berlin-Brandenburg in dem bestehenden Störkonzept und wer ist Ihre Zielgruppe?
Christoph Sedner: Durch den zusätzlichen Kanal wollen wir die schnelle und punktgenaue Information bei Störungen und Unregelmäßigkeiten verbessern. Seit einigen Jahren gibt es dafür ja bereits die App DB Streckenagent. Mit dem Twitter-Kanal möchten wir die Informationen auch den Fahrgästen zur Verfügung stellen, die nicht eine weitere App installieren möchten, aber gern Twitter nutzen. Mittel- und langfristig geht es auch darum, Multiplikatoren anzusprechen, für die Twitter bereits eine schnelle und unkomplizierte Informationsquelle fürs Wesentliche ist. Gemeint sind hier zum Beispiel die Verkehrsredaktionen, die vorzugsweise die Twitter-Kanäle beobachten und auf Basis dieser Informationen die Hörer schon am Frühstückstisch zur aktuellen Lage informieren.

 

Kann man sich bei Twitter auch nur die Info für die eigene RE-Linie abonnieren?
Christoph Sedner: Ja. Wir Streckenagenten versehen jede einzelne Meldung mit dem entsprechenden Hashtag der Linie und der Region, denn viele Linien gibt es bundesweit mehrfach. Also zum Beispiel #RE1 #RegioBB. Wenn man mit #RegioBB und der gewünschten Linie sucht, bekommt man nur die eigenen Meldungen. Diese Suche lässt sich im eigenen Twitter-Feed speichern.

 

Also handelt es sich um einen reinen Informationskanal zur Verkehrslage?
Christoph Sedner: Ja, genau. Als Dialogkanal kann man sich aber an die Kollegen des zentralen Kanals @db_bahn wenden. Ebenso steht unser regionaler Kundendialog in Potsdam wie gehabt telefonisch, per E-Mail oder postalisch zur Verfügung.

 

In welcher Frequenz wird getwittert?
Christoph Sedner: Aktiv twittern wir täglich in der Zeit von 4 bis 20 Uhr, wochenends und feiertags von 8 bis 18 Uhr. Ein Tweet wird immer dann abgesetzt, wenn eine Störung vorliegt und wir unsere Follower über Dauer und mögliche Alternativrouten informieren wollen.

 

bahn.de/streckenagent
twitter.com/DBRegio_BB

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