Stadtmission eröffnet neues Zentrum am Zoo
Feierlichkeiten per Stream auf YouTube übertragen

Ein Hoffnungsort inmitten des westlichen Berlins für Menschen in prekären Lebenssituationen – das will das neue Zentrum am Zoo der Berliner Stadtmission sein. Es konnte am 10. Februar nach anderthalbjähriger Bauzeit eröffnet werden. Wegen der Corona-Pandemie fanden die Feierlichkeiten allerdings in sehr kleinem Kreis statt und wurden per Stream über den YouTube-Kanal der Stadtmission übertragen. Für den musikalischen Rahmen sorgten das Duo Eva Filippou und Viktor Wolf. Der Festakt ist für alle Interessierten nach wie vor im Netz abrufbar.

 

Wichtige Anlaufstelle

„Zusammen mit der Bahnhofsmission und dem Hygienecenter bilden die neuen Räume eine wichtige Anlaufstelle“, sagt Wolfgang Nebel, Koordinator des Zentrums. „Neben der praktischen Hilfe und Erstversorgung in und an der Bahnhofsmission gibt es gemeinsame Beratungsteams mit fachlicher Ausrichtung sowie kulturelle Angebote wie kirchliche Feste und Mitarbeitertreffen.“

Sobald es wieder möglich ist, sollen außerdem Gottesdienste und Andachten stattfinden. „Wichtig war uns beim Bau die Erhaltung der ursprünglichen Backsteingewölbe und die Sichtbarmachung der langjährigen Nutzung als Polizeiposten in den 70er- und 80er-Jahren“, erzählt Wolfgang Nebel. „Christiane F. berichtet in dem Bestseller ,Wir Kinder vom Bahnhof Zoo‘ von ständigen Kontrollen und Gewahrsamnahme am Zoo. Es handelt sich um die Polizeistation 24 und die Arrestzellen, wovon wir noch zwei erhalten haben.“

Die Idee für das neue Zentrum entstand bereits vor fünf Jahren. Denn schon damals zeichnete sich eine Raumnot bei der Bahnhofsmission am Zoo ab. Zu den Hauptförderern des Projekts zählt auch die Deutsche Bahn als Besitzerin der Räume, die sie der Stadtmission für 25 Jahre mietfrei überlässt.

Mehr Infos unter berliner-stadtmission.de Der YouTube-Kanal ist zu finden unter youtube.com/berlinerstadtmission