Monet. Orte heißt die groß angelegte Retrospektive im Museum Barberini in Potsdam, die vom 22. Februar bis zum 1. Juni 2020 stattfindet. Sie zeigt rund 110 Gemälde aus sämtlichen Schaffensphasen des Malers und erforscht seine Darstellungen von Orten und Landschaften, die die Entwicklung seines Stils mit beeinflusst haben. Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen zahlreiche Gemälde von Monets Garten und Teich in Giverny, darunter mehrere seiner weltberühmten Seerosenbilder.

Monet arbeitete gerne draußen – wie viele seiner impressionistischen Kollegen lehnte er das traditionelle Arbeiten im Atelier weitgehend ab und malte stattdessen in freier Natur und direkt vor dem Motiv. Dabei maß er der Erkundung von Landschaften und Orten besondere Bedeutung zu, von der sonnendurchfluteten Riviera oder der rauen Meeresküste der Belle-Île in der Bretagne bis hin zu den malerischen Ufern der Seine. Im Zentrum seiner künstlerischen Praxis stand der Wunsch, flüchtige Natureindrücke zu erfassen, wobei er selbst den subtilsten Veränderungen atmosphärischer Effekte malerischen Ausdruck verleihen wollte.

„Für mich existiert eine Landschaft niemals an und für sich, denn ihre Erscheinung verändert sich mit jedem Augenblick“, erklärte Monet 1891. „Aber sie wird lebendig durch ihre Umgebung, die Luft und das Licht, die sich ständig verändern. (…) Für mich ist es nur die Umgebung, die den Motiven ihren eigentlichen Wert verleiht.“ Und das spürt man in den Räumen des Barberini ganz deutlich.

Doch damit nicht genug. Der Besuch der Monet-Ausstellung lässt sich ganz bequem mit einer Visite gleich nebenan im Potsdam Museum verbinden. Hier wird noch bis zum 5. Juli 2020 die Ausstellung KARL HAGEMEISTER „ … das Licht, das ewig wechselt.“

Landschaftsmalerei des deutschen Impressionismus gezeigt. Zu sehen sind Werke von einem der wichtigsten Künstler, der in der Nähe von Potsdam lebte und zu den Wegbereitern der modernen Landschaftsmalerei in Deutschland zählt. Hagemeister, der den größten Teil seiner Schaffensjahre in selbstgewählter als auch gestalterischer Einsamkeit in seiner havelländischen Heimat verbrachte, griff als einer der ersten Maler das Motiv der märkischen Landschaft auf. Zugleich war er Gründungsmitglied der progressiven Künstlervereinigung der „Berliner Secession“ und einer der frühesten Vertreter des Impressionismus in Deutschland.

 

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