Wer heute durch den Berliner Zoo gleich gegenüber vom S-Bahnhof Zoologischer Garten spaziert und die zahlreichen Tiere bestaunt, kann sich nur schwer vorstellen, dass das beliebte Ausflugsziel während des Zweiten Weltkrieges fast vollkommen zerstört wurde. Was damals passiert ist, erzählt die neue Episode des Podcasts der S-Bahn Berlin „Geschichten machen Station“.

Als in der Nacht vom 22. auf den 23. November 1943 ein Großteil von Berlins Mitte in Schutt und Asche zerfällt, brennen auch die Tierhäuser im Zoo. Ein Drittel der ursprünglich 3.700 Tiere habe den Angriff nicht überlebt, erzählt Zoo-Historiker Clemens Maier-Wolthausen im Podcast. Kurz vor Kriegsende gerät der Zoo erneut zwischen die Kriegsfronten. Für das Wohl der 91 überlebenden Tiere improvisieren die Pfleger. So zieht ein kältempfindliches Zwergflusspferd kurzer Hand in eine Toilette ein. Und obwohl die Berliner selbst kaum etwas zu Essen haben, spenden sie Kohlköpfe und anderes Grünzeug. Als auch der letzte Elefant stirbt, schenkt Indien den Kindern Berlins einen neuen Elefanten: „Shanti“ – Frieden.

Alle bislang veröffentlichten Folgen des Podcasts sind auf sbahn.berlin/podcast, auf dem YouTube-Kanal der S-Bahn Berlin youtube.com/sbahnberlin und in den bekannten Audio-Streamingdiensten abrufbar. Die neuen Episoden erscheinen im Rhythmus von zwei Wochen.

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