Glänzend und grün stechen sie heraus, die aufgetürmten Äpfel an den Info-Tischen der Qualitätsoffensive S-Bahn PLUS am Gleis 1 des Bahnhofs Bernau an diesem grauen Novembertag. Sicherlich kein Zufall, steht die S-Bahn- und Signalfarbe grün doch nicht nur für die Hoffnung auf Besserung, sondern auch für das Zeichen zur freien Fahrt. Genau daran hapert es baustellenbedingt derzeit besonders im Bereich Bernau, weshalb es dem Expertenteam von S-Bahn und Deutscher Bahn auch ein besonderes Anliegen war, just dort mit den Fahrgästen ins Gespräch zu kommen. „Die umfangreichen Bauarbeiten, der im Sommer holperig angelaufene Schienenersatzverkehr und die quälende Eingleisigkeit“ seien nicht nur für die Kunden eine echte Herausforderung, gibt Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin, freimütig zu. Deshalb sei es auch von besonderer Bedeutung, eine gute und funktionierende Zusammenarbeit mit den Kollegen des Regionalverkehrs zu garantieren, die ja genauso von den Umbaumaßnahmen im Bereich Karow-Bernau betroffen seien.

Betroffen davon ist auch Wiebke Müller-Muñoz, die das Angebot, direkt mit den Bahnchefs zu diskutieren, dankend annimmt. In Berlin geboren, aufgewachsen und studiert, lebt sie mittlerweile im brandenburgischen Danewitz und ist generell mit dem Berliner ÖPNV auch recht zufrieden. „Besonders im Vergleich zu Städten wie Frankfurt am Main“, wo sie einst länger wohnte. Dennoch hat sie ganz konkrete Anliegen: „die S2 im 10-Minutentakt, verbesserte Parkplatzverhältnisse oder die S-Bahn gleich bis Rüdnitz bauen“.

Zusagen kann Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der DB für Berlin, das leider nicht. Die Anregung für den 10-Minutentakt nimmt er natürlich gerne mit. Eine Grundvoraussetzung, die für den dichteren Takt erst noch geschaffen werden muss, ist jedoch die Zweigleisigkeit im Bereich Bernau. „Es ist wirklich schön zu sehen, dass man ernst genommen wird“, bedankt sie sich bei den Experten, die täglich daran arbeiten, dass die Signale auf Grün stehen. So grün wie der Apfel, in den Frau Müller-Muñoz am Ende kraftvoll beißt bevor sie in den Abend entschwindet. | lk

Weiterführende Informationen unter:
sbahn.berlin/qualitaet

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