Die in die Jahre gekommene Eisenbahnbrücke über den Seedamm in Neuruppin wird ab dem Sommer saniert. Bahnfahrer müssen sich vom Abend des 13. Juni an bis zum 12. Dezember auf Zugausfälle und Ersatzverkehr einstellen. Auch für Autofahrer wird es Einschränkungen geben. So wird die Straße über den Seedamm aus Platzgründen bereits ab 1. Juni halbseitig gesperrt. Das ist Voraussetzung, um den Behelfsbahnsteig straßenseitig einzurichten und Baufreiheit zu schaffen.

Der Behelfsbahnsteig mit Bushaltestelle soll die Einschränkungen für die Bahnkunden minimieren. Die Züge können dann nicht nur bis Wustrau-Radensleben fahren, sondern weiter bis zum Behelfsbahnsteig kurz vor der Baustelle.

Vom 19. Juni bis zum 19. November fahren zwischen diesem neuen Haltepunkt Neuruppin Seedamm und dem Bahnhof Neuruppin West Busse für die ausfallenden Züge der Linie RE6. Die Busse erreichen jedoch erst den jeweils nächsten Takt des Regional-Expresses.

Vom 13. Juni (22 Uhr) bis zum 18. Juni fällt der RE6 zwischen Neuruppin West und Kremmen aus, dafür fahren Busse. Auf weitere Ausfälle müssen sich Bahnkunden zudem vom 20. November bis zum 12. Dezember einstellen.

Neben der Erneuerung der östlichen Brücke werden am westlich gelegenen Bauwerk umfangreiche Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Darüber hinaus sollen im Spätherbst mehrere Durchlässe zwischen Neuruppin und Kremmen erneuert werden. Während des Einhubs der neuen Brücke – voraussichtlich Ende Oktober – ist eine ein- bis zweitägige Vollsperrung der Straße erforderlich.

 

Sanierung der Brücke war schon für 2019 geplant

„Die Seedammbrücke in Neuruppin gehört zu einem Brückenprogramm, in dem sich die DB Netz AG gegenüber dem Bund verpflichtet, im Zeitraum von 2020 bis 2024 insgesamt 875 Brücken grundhaft zu erneuern“, erläutert Andreas Gollek, Leiter Anlagenund Projektmanagement der Regionalnetze Ost. „In hervorragender Zusammenarbeit zwischen der Stadt Neuruppin, dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin und der DB Regio AG ist es gelungen, für die lange Bauzeit – und gemessen am komplizierten Bauverfahren – eine reisendenfreundliche Lösung zu erarbeiten.“

Die Sanierung der Brücke war eigentlich bereits für das Jahr 2019 vorgesehen, wurde dann aber aufgrund der Landesgartenschau und der Feierlichkeiten anlässlich des Fontane-Jahres verschoben. | jm

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