Barrierefreiheit muss großgeschrieben werden, findet die S-Bahn Berlin. Denn nur so können wirklich alle Fahrgäste erreicht werden – und zwar nicht nur im Alltag auf den Bahnhöfen und in den Zügen. Sondern auch wenn es darum geht, umfassende Informationen an alle Reisenden zu verteilen. Deshalb sind die moderierten Bau-Videos auf dem YouTube-Kanal der S-Bahn Berlin ab dem 12. März ebenfalls barrierefrei und werden in Gebärdensprache übersetzt.

Ursula Sánchez Monzón ist Referentin im Bereich Fahrgastmarketing bei der S-Bahn Berlin und unter anderem für die Bau-Videos zuständig.

„Wir haben unsere Service-Videos so erweitert, dass sie wirklich von allen genutzt werden können“, sagt Ursula Sánchez Monzón, Referentin im Bereich Fahrgastmarketing bei der S-Bahn Berlin und unter anderem zuständig für die Bau-Videos. „Für Fahrgäste, die nicht gut Deutsch sprechen oder nicht gut hören, nutzen wir Untertitel, auch in englischer Sprache. Für Menschen mit Sinneseinschränkungen bedeutet Barrierefreiheit die Übersetzung in Gebärdensprache.“

Neben Kelly Boachie, der neuen Moderatorin der Videos, ist jetzt also zusätzlich ein Dolmetscher eingeblendet. Für 2021 sind zunächst fünf solcher Filme geplant. Sie entstehen zusätzlich zu den kompakten Bauvideos, die jedoch ohne Moderation und daher auch ohne Dolmetscher auskommen.

„Einfach, prägnant und unterhaltsam – das ist unsere Devise“, erläutert Ursula Sánchez Monzón weiter. „Baumaßnahmen sind komplex. Wir möchten bei unseren Fahrgästen durch visuelles Storytelling Klarheit schaffen: Warum wird gebaut, was muss ich beachten, wie komme ich trotzdem an mein Ziel?“

Einfache Animationen lenken den Fokus der Zuschauer*innen dabei auf die wesentlichen Aspekte der Thematik und erleichtern den Verständnisprozess. Die Videos der S-Bahn Berlin sind kurz. „Oftmals bevorzugen Menschen bewegte Bilder anstelle von Text, um Sachverhalte zu erklären, für die es andernfalls sicherlich eine Menge Worte gebraucht hätte“, sagt Sánchez Monzón. „Wir erhoffen uns durch die Dynamik des Videos, dass unsere Fahrgäste die Botschaften leicht verständlich aufnehmen können und geben Handlungsanleitung.“

 


 

Verraten Sie uns, Frau Boachie, nutzen Sie die S-Bahn selbst auch regelmäßig?

„Für mich hat die S-Bahn so etwas Beruhigendes.“ Kelly Boachie ist die neue Moderatorin der Bau-Videos der S-Bahn Berlin

Kelly Boachie: Ja, auf jeden Fall. Ich wüsste nicht, was ich ohne die S-Bahn machen würde. Ich muss zugeben, dass ich ganz schön abhängig von ihr bin. (lacht) Ich mag sie, weil man immer so schnell und so gut wie überall hinkommt. Und ich kann mein Fahrrad ohne Probleme mitnehmen, denn ich fahre oft außerhalb des Berufsverkehrs, da ist immer genug Platz für Fahrräder – und ich lieb’ halt mein Fahrrad.

Haben Sie eine Lieblingsstrecke oder einen Lieblingsbahnhof in Berlin?

Kelly Boachie: Meine Lieblingsstrecke ist mit Erinnerungen an den Sommer verbunden. Da bin ich immer gerne im Badeschiff am Treptower Park schwimmen. Deswegen ist diese Strecke zu meiner Lieblingsstrecke geworden, weil ich mit ihr immer den Sommer und gute Laune verbinde.

Gibt es vielleicht eine besondere Begebenheit in der S-Bahn, an die Sie sich gerne erinnern?

Kelly Boachie: Für mich hat die S-Bahn so etwas Beruhigendes. Ich mag das Geräusch von den Schienen und das, wenn die Bahn anhält oder losfährt. Und gerade, wenn ich dabei die Sicht nach draußen habe, werde ich oft und schnell dazu verführt einzuschlafen. Mir ist es schon mal passiert, dass ich im Sommer fast eine ganze Runde mit der Ringbahn gemacht habe, sodass ich nur drei Stationen vor dem Ort aufgewacht bin, an dem ich vorher eingeschlafen bin. Ich muss an diesem Tag sehr erschöpft gewesen sein. (lacht)

 

Die S-Bahn Berlin bringt wichtige Informationen auf verschiedenen Wegen an die Fahrgäste. Neben den Videos unter youtube.com/sbahnberlin betreibt sie auch einen Twitter-Kanal twitter.com/sbahnberlin und hält die Infos außerdem auf ihrer Internetseite vor sbahn.berlin.

 

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