Die Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam eröffnete am 3. Dezember ihre neue Sonderausstellung. Sie trägt den Titel „Zeiten des Umbruchs 1989/90: Eine fotografische Intervention in der Gedenkstätte Lindenstraße“. Beginn der Vernissage ist um 18 Uhr in der Lindenstraße 54. „Die friedliche Revolution erfasste auch das Gefängnis in der Potsdamer Lindenstraße“, heißt es in der Ankündigung. „Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR entließ im Herbst 1989 die letzten politischen Häftlinge. Bürgerinitiativen und Parteien bezogen das Gebäude Anfang 1990 und öffneten am 20. Januar die Tore anlässlich eines Tages der offenen Tür.“ Zahlreiche Menschen seien an diesem Tag in die Lindenstraße 54/55 gekommen, um das ehemalige Stasi-Gefängnis zu besichtigen, heißt es weiter.

Unter ihnen war auch der Fotograf Bernd Blumrich aus Kleinmachnow. Er besuchte die ehemalige Potsdamer Stasi-Untersuchungshaftanstalt und hielt die Umbruchszeit mit seiner Kamera fest. Die Gedenkstätte Lindenstraße zeigt Bernd Blumrichs Bilder nun als fotografische Intervention und ermöglicht den Besuchern so einen ganz neuen Blick auf den historischen Ort. | jm

 

gedenkstaette-lindenstraße.de
Die Ausstellung ist bis zum 3. Oktober 2020 zu sehen. Die Gedenkstätte in der Lindenstraße 54 in Potsdam hat Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Potsdam Hbf S7, RE1, RB20, RB21, RB22, RB23 weiter mit Tram 91, 94, 98 bis Haltestelle Dortustraße

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