Das Eisenbahnvirus habe ihn seit Kindertagen erfasst, sagt Sascha Eltermann über sich selbst. „Ich habe mit Modelleisenbahnen gespielt und bin bereits als kleiner Junge in meinem Heimatort Staaken zur Bahnstrecke gegangen, um den Zügen nachzuschauen – das Thema hat mich einfach immer interessiert.“ Mit der Ausbildung zum Triebfahrzeugführer sei für ihn daher jetzt ein Traum in Erfüllung gegangen, bekennt der 32-Jährige. Ein Traum jedoch, für dessen Erfüllung er einige Umwege in Kauf genommen hat – denn Sascha Eltermann ist als Quereinsteiger zu DB Regio gekommen. „Nach der Schule hat es für mich nicht gleich geklappt mit einer Ausbildung bei der Bahn, deshalb habe ich zunächst bei der Telekom eine Lehre zum IT-Systemelektroniker abgeschlossen, als Sicherheit“, erzählt der junge Mann.

In diesem Beruf habe er schließlich auch ein paar Jahre gearbeitet, bis sich 2014 die erste Chance bot, endlich auf die Schiene zu wechseln. Sascha Eltermann absolvierte eine dreieinhalbmonatige Ausbildung bei den Berliner Verkehrsbetrieben und lenkte fortan Straßenbahnen durch die Hauptstadt. „Aber der Wunsch, bei DB Regio als Triebfahrzeugführer zu arbeiten, hat mich nicht losgelassen“, sagt der Falkenseer.

Im vergangenen Jahr entdeckte er schließlich die Stellenausschreibung seines heutigen Arbeitgebers, bei der erstmals gezielt nach Quereinsteigern gesucht worden sei, wie Sascha Eltermann schildert. Er bekam die Zusage für die neunmonatige Ausbildung, die er Ende September dieses Jahres abgeschlossen hat. Seitdem ist der 32-Jährige als Triebfahrzeugführer im Personenverkehr in Berlin und Brandenburg unterwegs. „Die erste Fahrt nach bestandener Prüfung war natürlich besonders“, erinnert sich Sascha Eltermann. „Weil man alleine fahren durfte. Es ist schon noch mal ein Unterschied, ob einem jemand über die Schulter guckt.“ Dennoch: Die Ausbildung sei eine Herausforderung. „Wir lernen in neun Monaten, was die Auszubildenden sonst in drei Jahren lernen – da ist viel Selbststudium gefragt“, sagt Sascha Eltermann. „Im Unterricht werden die Schwerpunkte gesetzt, nach Feierabend geht es aber mit Aufgaben und dem selbstständigen Aneignen von Wissen weiter.“

Am nächsten Tag werde alles noch mal abgefragt, damit keine Wissenslücken entstehen. Hilfsbereite Ausbilder bieten Unterstützung Interessenten, die ebenfalls als Quereinsteiger bei der Bahn anfangen wollen, rät der Triebfahrzeugführer, die Chance zu ergreifen. „Auf jeden Fall machen, wenn der Wunsch da ist“, sagt er. Diejenigen sollten ein hohes Verantwortungsbewusstsein mitbringen und sich darüber im Klaren sein, worauf sie sich einlassen – beispielsweise auch hinsichtlich des Schichtdienstes. Er nennt zudem Ehrgeiz und Disziplin als wichtige Eigenschaften. „Nachfragen, wenn man was nicht versteht und sich dahinter klemmen – unsere Ausbilder waren immer ansprechbar und haben nach Lösungen gesucht“, sagt Sascha Eltermann.

 

Jetzt bewerben und 2021 Lokführer werden
Auch im nächsten Jahr bildet DB Regio Nordost Lokführer aus. Ab 2. Januar 2020 beginnen vier neue Lehrgänge für Quereinsteiger in Cottbus, Berlin, Stralsund und Schwerin mit insgesamt 42 Teilnehmern. Die nächsten Lehrgänge, für die noch Plätze frei sind, starten im Januar 2021. Wer den Beruf des Lokführers ausüben möchte, muss die Bereitschaft zu Schicht- und Wechseldienst sowie zu Diensten an Sonn- und Feiertagen mitbringen. Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung bietet DB Regio eine Übernahmegarantie mit festem Arbeitsvertrag. Interessenten können sich ab Juni 2020 bewerben unter: karriere.deutschebahn.com/karriere-de

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