1

Paddeln und Flößertradition
Das Lychener Seenkreuz

Es ist noch gar nicht so lange her, dass sich von Lychen in der Uckermark aus Baumstämme, zusammengebunden zu einem bis zu 200 Meter langen Floß, auf die Reise bis nach Hamburg oder Berlin begaben. Das letzte wurde dort 1968 offiziell verabschiedet. Inzwischen ist die Flößerei Geschichte. Heute kann man hier gleich auf sieben Seen rund um die Stadt Lychen selbst aufs Wasser gehen – ideal bei der Tagestour „Lychener Seenkreuz“. Wer die Stille der Natur sucht, startet vom Oberpfuhlsee nach Süden zum Zenssee, daran anschließend erreicht man den idyllischen Platkowsee. Das linke Ufer ist Naturschutzgebiet, Aussteigen ist hier leider nicht erlaubt.

Dieselbe Strecke paddelt man auch wieder zurück, jedoch nicht bis zum Startpunkt Oberpfuhlsee, sondern bis zum Steg der Umtragestelle an der Schäferwiese. Dort muss das Kanu über die Straße zum Stadtsee getragen werden. Hier kann man sich nun je nach Kondition entscheiden, ob man am Ende des Sees nach rechts in die kleineren Seen Nesselpfuhl und Wurlsee abbiegt oder geradeaus in den großen Lychensee paddelt, aus dessen Südwestufer das beschauliche Flüsschen Woblitz abzweigt. Vom Nesselpfuhl aus kann das Boot
mit einem Bootswagen zum Ausgangspunkt am Oberpfuhl zurückgebracht werden.

Die Länge der Tour beträgt 15 Kilometer (ein Tag). Je nach Lust und Kondition kann die Tour von fünf Kilometern bis ca. 25 Kilometer variiert werden. Boote lassen sich vor Ort mieten bei „Treibholz“, der Bootsstation „Reiherhals“ und der „Bootsvermietung Tisch“. Bei einem Landgang sollte man unbedingt in das Flößereimuseum schauen. Sehenswert ist auch die frühgotische Feldsteinkirche St. Johannes und der „Kunstplatz Lychen“. Das Naturschutzgebiet Platkowsee bietet einen sehr schönen Wanderweg am Seeufer entlang. Am Nordwestufer des Großen Lychensees gibt es eine Filiale der Uckermark Fisch GmbH mit frischem Räucherfisch, in Lychen selbst natürlich auch zahlreiche gastronomische Angebote.

 

reiseland-brandenburg.de/unplugged