Sanssouci
Königlicher Sommersitz ohne Sorge

Immer einen Besuch wert ist zudem der Schlosspark Sanssouci in Potsdam. Die Besichtigung des Areals mit der App-Tour „Sanssouci – königlicher Sommersitz ohne Sorge“ beginnt in dem Ensemble zwischen Schloss Sanssouci und der Friedenskirche. Hier ist das Herzstück des Parks, hier hielt sich Friedrich der Große am liebsten auf. Bis zur Friedenskirche dauert die Tour zwei bis drei Stunden (ohne Innenbesichtigung).

Wer noch gut zu Fuss ist, kann von hier aus weiter den gesamten Park erkunden. Die Tour führt durch den italienisch anmutenden Park Charlottenhof, zum Neuen Palais, dem größten Schloss der Anlage, und zu Aussichtspunkten oberhalb des Parks Sanssouci. Nehmen Sie sich auf dem Weg etwas zu trinken mit, der Park ist sehr weitläufig, für die große Tour mit insgesamt acht Kilometern benötigt man etwa fünf Stunden. Ausgangspunkt der Tour ist die Bus-Haltestelle Schloss Sanssouci.

Potsdams berühmtestes Schloss wurde von 1745 bis 1747 von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff nach Vorstellungen und Skizzen Friedrichs II. errichtet. Friedrich wollte vor den Toren Potsdams Pflaumen, Feigen und Wein anbauen. Dieser Wunsch spiegelt sich in den berühmten Weinbergterrassen wider.

An einer Cleopatra-Plastik und den Gräbern königlicher Rösser vorbei, gelangt man in Richtung Westen über einen schmalen Stieg zu den Neuen Kammern. Sie sind neben dem Neuen Palais das zweite Gästeschloss Friedrichs des Großen. 20 Jahre zuvor als Orangerie erbaut, beschloss der König 1768 den Umbau in ein Gästeschloss.

Der Rundgang führt nun weiter Richtung Westen in den sizilianischen Garten. Biegen Sie am großen Rundbeet nach links ab – nicht ohne sich im italienischen Renaissance-Garten mit seinen subtropischen Pflanzen umgesehen zu haben – und erreichen Sie die Hauptallee. Der zentrale Verbindungsweg durch die gesamte Parkanlage von Sanssouci weitet sich in der Umgebung von Schloss Sanssouci immer wieder zu Rondellen aus, die durch Plastiken in mystische Orte verwandelt werden.

Das Pendant zu den Neuen Kammern bildet die Bildergalerie. Sie befindet sich östlich von Schloss Sanssouci. Friedrich nutzte die Galerie zur Präsentation seiner Gemäldesammlung. Besucherlieblinge sind die zwölf Puttengruppen auf der Puttenmauer.

Der weitere Weg führt an den Putten entlang, geradeaus zur Neptungrotte. Sie entstand in den Jahren 1751 bis 1757 im Zuge der Planung zahlreicher Wasserspiele und ist ein einzigartiges Denkmal aus der Zeit Friedrichs des Großen und ein Beispiel für die Verbindung von Architektur und Natur im 18. Jahrhundert.

Zurück auf der Hauptallee, ist das letzte der Rondelle erreicht, das Mohrenrondell. Am Ende der Allee erhebt sich das Obeliskportal. Es erhielt seinen Namen von der Nachahmung einer altägyptischen Säule, die außerhalb des Gartens steht. Eine liegende Nymphe weist den weiteren Weg. Es geht einige Stufen hinauf, um wenige Meter weiter auf einen Balkon zu gelangen, der eine prächtige Aussicht auf die Friedenskirche eröffnet.

Von dort aus geht es weiter zum Marlygarten und schließlich zum Chinesischen Haus. Wer möchte, kann hier den Rundgang beenden und über die Terrassen des Schlosses Sanssouci hinauf zur Bushaltestelle gehen und zum Hauptbahnhof zurückfahren.

Auf der Internetseite der Initiative „Offene Gärten Berlin-Brandenburg“ stehen tagesaktuelle Informationen zu geöffneten und geschlossenen Gärten: offene-gaerten-berlin-umland.de

 

Hinfahrt
Zum Beispiel von Berlin Hbf mit RE1 oder S7 bis Potsdam Hbf, weiter mit BUS 695, X15 bis Haltestelle Schloss Sanssouci

Tickettipp
Von Berlin bis Potsdam geht es mit dem Einzelfahrausweis Berlin ABC für 3,60 Euro. Mit fünf Personen lohnt sich das Brandenburg-Berlin- Ticket für 33 Euro.