Man kann es sich fast nicht mehr vorstellen, aber dort wo heute die opulente Replik des Berliner Stadtschlosses thront, stand früher der teuerste Repräsentationsbau der DDR: der Palast der Republik (offizielle Baukosten etwa 500 Millionen Ostmark). Seit 2006 ist er Geschichte und kaum etwas erinnert noch an ihn. Kaum etwas? Falsch, der Podcast der S-Bahn Berlin „Geschichten machen Station“ widmet sich in seiner neuen (und vorerst letzten) Folge ganz diesem im Volksmund auch gern als „Erichs Lampenladen“ titulierten Prachtbau der DDR.

Eingeweiht durch das tanzbeinschwingende Ehepaar Margot und Erich Honecker im Jahr 1976 und feierlich beleuchtet von nicht weniger als 10.000 kugeligen Lampen (daher auch der Name), fristete der Palast nach der Wende ein eher trauriges Dasein. Asbest wurde gefunden – und beseitigt. Doch so richtig wusste  auch danach niemand, wie mit diesem politisch brisanten Gebäude umzugehen sei. Der Abriss stand im Raum. Doch schnell formte sich auch breiter und ausgesprochen künstlerischer Protest.

Was das alles dann mit 300.000 Liter Wasser, Gummibooten, platzenden Nähten und etwas Kondensmilch zu tun hat, erfahren die Hörerinnen und Hörer dann ausführlich im Podcast selbst. | lk

Alle elf Folgen des Podcasts sind auf sbahn.berlin/podcast, auf dem YouTube-Kanal der S-Bahn Berlin youtube.com/sbahnberlin und in den bekannten Audio-Streamingdiensten abrufbar.

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