Sobald die Temperaturen steigen, kommt ein Gefährt bei vielen Ausflügler:innen wieder häufiger zum Einsatz: das Fahrrad. Wen es für eine Tour ein bisschen weiter rauszieht, der wählt für die klimafreundliche Anreise die Bahn. Damit der Ausflug ein voller Erfolg wird, helfen ein paar Tipps zur Fahrradmitnahme im Nahverkehr.

Auf ein Leihrad setzen: Für eine entspannte Fahrt verzichtet man am besten auf das eigene Rad – und nutzt einen der vielen Anbieter:innen für Leihräder. In der App DB Ausflug zum Beispiel werden bei fast allen Radausflügen auch Verleiher:innen in Bahnhofsnähe angezeigt.

Kritische Linien meiden: Bei DB Regio zählen dazu die Linien RE3 und RE5 zwischen Berlin und der Ostsee sowie zum Teil RE1 und RE7. Züge, bei denen häufig viele Räder dabei sind, sind in den Auskunftsmedien in den Zusatzinfos ausgewiesen.

Stoßzeiten meiden: Montags bis freitags zwischen 6 und 9 Uhr sowie zwischen 16 und 19 Uhr sind die Züge oft voll. Selbiges gilt für Sonntagnachmittag und -abend. Diese Zeiten daher wenn möglich besser meiden.

Wahl der Route: Die Tour mit dem eigenen Rad so planen, dass sie möglichst an einem S-Bahnhof endet. Eine Mitnahme des Fahrrads in der S-Bahn ist durch die höhere Taktdichte dort insbesondere sonntags einfacher.

Rücksicht nehmen: Auf Fahrgäste mit viel Gepäck, Kinderwagen und Mobilitäts­einschränkungen achten. Satteltaschen abnehmen und das Fahrrad sichern. Recht­zeitig den Ausstieg vorbereiten und mit den anderen Fahrgästen absprechen.

Gekennzeichnete Wagen nutzen: Ein Fahrradsymbol am Zug weist den Weg zu den Mehrzweckabteilen. Keine Mitnahme-Garantie für Fahrräder, denn Rollstühle und Kinderwagen haben Vorrang – im Zweifel entscheidet der:die Kundenbetreuer:in an Bord.

Fahrradticket nicht vergessen: Die 24-Stunden-Karte Fahrrad des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) zum Beispiel gilt 24 Stunden ab Entwertung bzw. ab dem auf dem Ticket aufgedruckten Gültigkeitsbeginn.

 

Zusätzlicher Hinweis zur Fahrradmitnahme in ICE und IC
Für die Fahrradmitnahme in ICE- und IC-Zügen in und um Berlin ist immer eine vorherige Stellplatzreservierung erforderlich. Reisende mit Nahverkehrs- und VBB-Fahrkarten können die Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn ohne Aufpreis auf folgenden Strecken nutzen:

  • Prenzlau – Berlin: ICE und Intercity
  • Berlin – Doberlug-Kirchhain – Elsterwerda: doppelstöckige Intercity 2 und RJ
  • Potsdam – Berlin – Cottbus: doppelstöckige Intercity 2

Hier werden die Züge in der Fahrplanauskunft nicht nur als ICE/IC/RJ-Fahrten, sondern gleichzeitig als RE-Fahrten ausgewiesen. Auf die erforderliche Fahrradkarte samt Stellplatzreservierung wird in den Details der Verbindungsauskunft auf bahn.de hingewiesen. Für die Fahrt in den ICE/IC-Zügen auf diesen Strecken benötigt man bei der Fahrradmitnahme immer eine Fernverkehrs­fahrradkarte samt Stellplatzreservierung. Beides ist in DB Reisezentren, DB Agenturen oder über die DB Service-Rufnummer 030-2970 erhältlich, nicht online.
dbregio-berlin-brandenburg.de | vbb.de/radimregio | bahn.de/fahrrad

 

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