Die Tourempfehlung „Mit Dampf durchs Osterzgebirge“ mit Offlinekarte und nützlichen Serviceinfos gibt’s mit DB Ausflug kostenlos aufs Smartphone. Über den roten Button in der App geht es direkt zur Reiseplanung anhand der aktuellen Fahrplandaten. Dauer: ca. 8 h, Strecke: 3 km.

Es dampft und pfeift, ruckelt und zuckelt, dass es eine wahre Freude ist! Neben den Gleisen plätschert fröhlich die Weißeritz im Tal, steinige Berge erheben sich majestätisch links und rechts der Bahntrasse, kleine Ortschaften träumen im Sonnenschein. Das ist Dampfbahnromantik pur, die Sie mit der Weißeritztalbahn, Deutschlands dienstältester Schmalspurbahn, im schönen Osterzgebirge erleben.

Sie ist auf einer Spurweite von 750 Millimetern unterwegs und startet in der Hauptsaison täglich um 9.25 Uhr und 15.42 Uhr vom Bahnhof Freital- Hainsberg. Die S-Bahn S3 und die Regionalbahn RB30 bringen Sie zum Beispiel vom Dresdener Hauptbahnhof in nur zwölf Minuten bequem hin.

Vom Hainsberger Bahnhof aus geht es dann gut 26 Kilometer durch die faszinierende Landschaft zum Kurort Kipsdorf. Auf ihrer Fahrt überwindet die Weißeritztalbahn schnaufend 360 Höhenmeter. Unterwegs können Sie an einer der 13 Stationen aussteigen, wandern und sich die Orte und ihre Sehenswürdigkeiten anschauen. Oder Sie zuckeln einfach nur mit dem Dampfzug entschleunigt durch die Natur und lassen den Alltag hinter sich. Hier ist der Weg das Ziel!

Vom Bahnsteig des Regionalverkehrs bringen Sie Treppen und eine Unterführung rechter Hand zum Schmalspurbahn-Bahnsteig. Die pechschwarze Dampflok mit den Reisezugwagen erwarten Sie schon. Fahrkarten bekommen Sie ganz unkompliziert und ohne Aufpreis beim Servicepersonal im Zug. Ein kräftiges Pfeifen – und schon setzt sich die Schmalspurbahn ruckelnd in Bewegung. Die Dampfloks und die Diesellok sind mit maximal 30 Stundenkilometern unterwegs.

Eröffnet wurde die Strecke von Freital-Hainsberg bis Schmiedeberg am 1. November 1882. Höhepunkte der Fahrt sind die 32 Brücken, die der Zug unterwegs passiert. Zu den besonderen Bauwerken gehören die 31 Meter lange Stabbogenbrücke Rabenau und das 191 Meter lange Viadukt Schmiedeberg. Die Bahn taucht in den wildromantischen Rabenauer Grund ein. Durch die vielen engen Bögen – der kleinste Radius der Strecke misst 50 Meter – haben Sie vom letzten Wagen aus einen tollen Blick auf die schnaufende Dampflok.

Größter Bahnhof auf der Strecke ist Dippoldiswalde. Die Stadt, von ihren Einwohnern liebevoll-knapp „Dipps“ genannt, liegt an der Roten Weißeritz und ist das Tor zum Osterzgebirge. Der Erzbergbau verhalf der Stadt zu Wohlstand, Handwerker wie Gerber, Töpfer, Schuster und Zinngießer siedelten sich hier an. Die Weißeritztalbahn schnauft weiter entlang der Bundesstraße B170 bis nach Schmiedeberg. Ab dem Haltepunkt Buschmühle geht es das steilste Stück hinauf zum Kurort Kipsdorf. Pünktlich um 10.51 Uhr erreicht die „Bimmelbahn“, wie sie die Einheimischen auch gerne nennen, den Kopfbahnhof mit dem historischen Bahnhofsgebäude. Hier haben Sie 20 Minuten Aufenthalt, bevor es dann 11.11 Uhr wieder zurückgeht. Oder aber, Sie werden nun selbst aktiv, wandern von Kipsdorf zurück nach Schmiedeberg und steigen 17.43 Uhr dort wieder in den Zug. Dann zuckeln Sie dampfend und pfeifend zurück nach Freital-Hainsberg.

Die reguläre Tageskarte für die Gesamtstrecke der Weißeritztalbahn kostet 29 €.

 

Anreise
Hinfahrt: mit dem RE5, z. B. Samstag um 7.35 Uhr ab Berlin Hbf bis Elsterwerda, dann weiter mit der RB31 bis Dresden und der S3 Richtung Tharandt bis Freital-Hainsberg
Rückfahrt: z. B. um 18.38 Uhr
Fahrzeit: 4 Stunden

Ticket-Tipp
Quer-durchs-Land-Ticket (gilt Mo – Fr erst ab 9 Uhr)
bahn.de/querdurchsland

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