Die Deutsche Bahn (DB) legt bis Ende des Jahres einen Spurt für mehr Komfort und Barrierefreiheit an ihren Bahnhöfen ein: In Berlin erhöht die DB zum Beispiel an der Station Berlin-Halensee durch zusätzliche Sitzbänke den Komfort. Die Barrierefreiheit wird an den Bahnhöfen Ostbahnhof und Berlin-Spandau durch neue Automatiktüren verbessert. Am Spandauer Bahnhof werden zudem die Säulen in der Bahnhofshalle neugestaltet.

In Brandenburg erhöhen zum Beispiel am Bahnhof Strausberg Stadt neue Wetterschutzschutzhäuser den Komfort sowie am Bahnhof Zeuthen zusätzliche Sitzbänke. Am Hauptbahnhof Cottbus gestaltet die DB die Decke im Empfangsgebäude neu. Eine verbesserte Wegeleitung ist unter anderem an den Stationen Karstädt, Neuruppin Rheinsberger Tor, Neustadt (Dosse) und Paulinenaue geplant.

Investiert werden insgesamt rund 1,7 Millionen Euro, gemeinsam mit dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV). Von dem Geld sollen rund 70 Stationen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern profitieren. „Mit diesem weihnachtlichen Spurt für attraktive Bahnhöfe stärken wir noch in diesem Jahr schnell und effektiv die Barrierefreiheit und den Komfort an vielen Bahnhöfen“, sagt dazu Bernd Koch, Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG. „Schon kleine Maßnahmen können und sollen das Wohlgefühl unserer Reisenden steigern. Und das mit dem Ziel, Stationen so einladend zu gestalten, dass sich noch mehr Reisende für die Bahn entscheiden.“

Bundesweit modernisiert die DB an vielen Standorten unter anderem Fassaden, Wandflächen, Decken, Bodenbeläge sowie Treppen und Zugänge. Für mehr Komfort sorgen zum Beispiel zusätzliche oder modernere Sitzbänke, neue Beleuchtung oder Fahrradrinnen. Um vor allem sehbehinderten Menschen das Reisen zu vereinfachen, werden taktile Leitstreifen in die Bahnsteige ein­gebaut, Stufenkanten kontrastreich markiert oder taktile Handlaufschilder an Treppengeländern montiert.

 

Deutschlandweit profitieren 600 Bahnhöfe

„Jede Zugfahrt beginnt und endet am Bahnhof – Bahnhöfe sind Begegnungsorte und prägen das Bild einer Stadt. Vor allem sind sie aber auch Teil der Entscheidung, ob sich Menschen für die Nutzung der Bahn entscheiden oder nicht“, sagt Michael Theurer, Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr. „Wenn wir also mehr Menschen vom Bahnfahren überzeugen oder es ihnen überhaupt erst ermöglichen wollen, müssen wir in attraktive und barrierefreie Bahnhöfe investieren. Mit unserem Sofortprogramm tun wir genau das.“

In Mecklenburg-Vorpommern verbessert die DB die Barrierefreiheit zum Beispiel am Bahnhof Pasewalk Ost mit taktilen Leitstreifen und in Anklam und Züssow durch zusätzliche Hublifte. Am Bahnhof Greifswald erneuert die DB unter anderem Sitzbänke und Wegeleitung. Zudem erhält das Vordach des Empfangs­gebäudes frische Farbe.

Vom Sofortprogramm 2022 profitieren deutschlandweit rund 600 Stationen. Bis Ende des Jahres 2022 fließen bis zu 21,5 Millionen Euro Bundesmittel. Hinzu kommen Eigenmittel der DB.

 

Diese Bahnhöfe profitieren in Berlin und Brandenburg (Auswahl):

Berlin

  • Altglienicke
  • Potsdamer Platz
  • Gesundbrunnen
  • Hohenschönhausen
  • Lichtenberg

Brandenburg

  • Angermünde
  • Erkner
  • Falkenberg (Elster)
  • Guben
  • Senftenberg

 

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