Die durch die derzeitige Pandemie veranlassten Schließungen treffen kulturelle Einrichtungen wie Kinos, Theater und Konzertsäle besonders hart. Liebhaber von Live-Musik, Filmen und Schauspielerei müssen jetzt auf die gewohnten Angebote des Berliner Kulturbetriebs weitestgehend verzichten.

Fest steht, dass die Theater in Berlin bis zum 31. Juli geschlossen bleiben müssen. Doch glücklicherweise macht Not erfinderisch. Mittels Hilfsportalen im Internet und Online-Diensten versuchen die Akteure mit Kräften zu erreichen, dass Lieblingskinos und Stammlokale nach der Krise auch noch zur Verfügung stehen. Denn sie ermöglichen den Kauf von Gutscheinen. Gleichzeitig kann das reichhaltige kulturelle Angebot Berlins trotz Schließungen nun von zuhause aus verfolgt werden – im Internet. Einige dieser Angebote und wie man sich daran beteiligen kann, werden hier vorgestellt:

 

Filme im Heimkino

Inhaber einer Jahreskarte der Yorck-Kinogruppe können sich freuen. Kinos wie das International und der Zoo-Palast haben sich mit dem Filmportal Mubi zusammengetan. Der Online-Dienst ist für seine Arthouse-Filme bekannt. Abo- und Jahreskarteninhaber der Yorck-Kinogruppe haben nun die Möglichkeit, 90 Tage lang kostenlos Filme auf Mubi anzuschauen. Das Angebot gilt auch für Cineasten, die sich erst jetzt für ein Abo der Yorck-Gruppe entscheiden. Abos können jederzeit online auf der Seite der Yorck-Kinos abgeschlossen werden. Die Jahreskarte gibt es für 229 € oder im Abo für 18,90 € pro Monat. Gutscheinkäufe für bevorstehende Kinobesuche nach der Corona-Schließzeit helfen zusätzlich.
yorck.de/shop

 

Kulturelle Vielfalt

Mit Unterstützung des Berliner Senats entstand in kürzester Zeit die digitale Kulturplattform Berlin (a)live. Hier wird gebündelt, was die kulturelle Vielfalt Berlins zu bieten hat. Von DJ-Sets aus Berliner Clubs bis zu klassischen Konzerten, Lesungen und Theateraufführungen, Comedy, Filmessays, online Festivals und Konferenzen ist alles vertreten. Das Angebot ist kostenlos. Spenden können auf einfache Art und Weise an die jeweilige Kultureinrichtung überwiesen werden. Damit wird es weiterhin möglich sein, die Arbeit der Künstler und Musiker sowie anderer Kulturschaffender fortzuführen.
berlinalive.de

 

Opern und Konzerte

Auf der Internetseite des RBB gibt es derzeit kulturell nichts, was es nicht gibt. Unter dem Slogan „Der RBB macht’s – Kultur in Zeiten von Corona“ hat es sich der Sender zur Aufgabe gemacht, Live-Übertragungen von Opern und Theateraufführungen bis hin zu Wohnzimmerkonzerten möglich zu machen. Und das alles ohne zusätzliche Kosten.
rbb-online.de/rbbkultur/themen

 

Vorleseaktion für Jugendliche und Kinder

Am 1. April startete die Vorleseaktion „von Wohnzimmer zu Wohnzimmer“ des LeseLounge e. V. Zwischen acht Uhr morgens und acht Uhr abends lesen täglich begeisterte Vorleserinnen und Vorleser wie Tim Gailus (KIKA Moderator und Sprecher) oder die Schauspielerin Saskia Vester aus den unterschiedlichsten Kinder- und Jugendbüchern vor. Die Vorleseaktion möchte in dieser besonders für Familien mit Kindern sehr herausfordernden Zeit ein Gefühl von Gemeinschaft und Nähe vermitteln. Zugang gibt es direkt über die Internetseite des Vereins oder auch über den YouTube Kanal der LeseLounge. Das Angebot ist kostenlos.
LeseLounge-eV.de

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