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Jatšy im Spreewald
Tradition und Brauchtum

Um Ostern (jatšy) ist das Oster­eierverzieren fest im Jahresbrauchtum der Sorben/Wenden verankert. Weit verbreitet sind Wachs-, Kratz- und Ätztechnik. In der Osterzeit kann man im Spreewald den Einheimischen dabei über die Schulter schauen oder es auch selbst probieren. Gelegenheit dazu bietet beispiels­weise die alljährliche Osterwerkstatt im Haus der Begegnung am 15. und 16. April um 17 Uhr in Burg im Spreewald. Oder auch am „stillen Freitag“ (15. April) werden traditionell die Ostereier im Freilandmuseum Lehde verziert. Die Besucherinnen und Besucher sind zum Mitmachen eingeladen.

Bevor es am Sonntag auf die Suche nach Ostereiern und Schokoladenhasen geht, wird die ganze Familie am Samstag in Lehde auf das Osterfest eingestimmt: Während eines Osterspaziergangs durch das Freilandmuseum erfährt man Wissenswertes über die bäuerlichen Osterbräuche des Spreewaldes im 19. Jahrhundert – zum Beispiel was eine Walei oder eine Patensemmel ist.

Die Oster-Traditionen sind im Spreewald unter der dort lebenden Minderheit der Sorben besonders stark ausgeprägt. So findet auch im Heimatmuseum Dissen am Kar­samstag (16. April) das traditionelle Ostereier-Verzieren für jede und jeden statt. Beginn ist um 14 Uhr.
Wer sich davor oder danach noch aufs Wasser begeben möchte, macht am besten eine Themen-Kahnfahrt. Es gibt Sonderkahnfahrten zum Freilandmuseum Lehde.

 

Weitere Informationen:
reiseland-brandenburg.de
museums-entdecker.de
heimatmuseum-dissen-spreewald.de