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Impfzug Nummer zwei fuhr auf der Stadtbahn
Viele Menschen konnten wieder geimpft werden

Mitte September fand die bundesweite Impfaktionswoche statt. Auch die S-Bahn Berlin leistete einen wertvollen Beitrag, um einer vierten Infektionswelle entgegenzuwirken. Dazu verkehrte am 16. September wieder ein Sonderzug mit der Möglichkeit, sich unmittelbar an Bord impfen zu lassen. Die Aktion wurde wieder gut angenommen, auch wenn der Andrang nicht ganz so groß wie beim ersten Mal war.

Kurz vor 10 Uhr fanden sich die ersten impfwilligen Menschen am S-Bahnhof Treptower Park ein. Von dort aus ging es bis Berlin-Grunewald und retour. Insgesamt dreimal fuhr der Sonderzug der neuen Baureihe 484 hin und her. Der Zustieg war ohne Anmeldung und ohne Fahrkarte an jeder Station möglich – einzige Voraussetzung: die Impfwilligen mussten über 18 Jahre alt sein.

 


In der neuen S-Bahn verabreichten zwei Ärzt:innen des DRK die Impfungen. Foto: Lionel Kreglinger

 

Zwei Ärzt:innen des Deutschen Roten Kreuzes verabreichten während der rund dreistündigen Tour dann insgesamt 80 der 200 verfügbaren Dosen des Einmalvakzins von Johnson&Johnson. S-Bahnchef Peter Buchner wertete die Sonderzug-Aktion positiv: „Die bundesweite Impfaktionswoche ist eine wichtige Maßnahme, um einer vierten Infektionswelle entgegenzuwirken. Jeder Geimpfte zählt, daher sind wir zufrieden, dass wir unseren Beitrag dazu leisten konnten.“ Der Mitzwanziger Jonny Simon war angetan von dem niedrigschwelligen Angebot und der gleichzeitigen Möglichkeit, die neue S-Bahn kennenzulernen: „Einsteigen, Formulare ausfüllen, geimpft werden, kurz warten und wieder aussteigen – das lief wirklich bestens.“

Parallel zur Impfzugtour fand am Bahnhof Ostkreuz eine weitere Aktion statt. Dort wurden zwischen 10 und 16 Uhr an einem Popup-Stand 51 Impfungen mit dem Impfstoff von Moderna durchgeführt. Termine für die zweite Impfung, die für den vollständigen Schutz notwendig ist, gab es für alle Impflinge gleich dazu.