Berlin und der Speckgürtel wachsen, die Pendlerzahlen steigen rasant und gleichzeitig haben sich Berlin und Brandenburg ehrgeizige Klimaschutzziele vorgenommen. In Sachen Mobilität steht die Region vor großen Herausforderungen. Was tun, um mehr Verkehr zu ermöglichen und die Feinstaub- und Kohlenstoffdioxidbelastung zu senken? Mehr Kapazitäten für den umweltfreundlichen Schienenverkehr müssen her. Deshalb planen die Länder Berlin und Brandenburg, DB Netze und der VBB im Projekt i2030 eine bessere Schieneninfrastruktur für die Metropolregion.

Was wo passieren könnte, wie weit die Planungen sind und welche Gleise für den Personenverkehr reaktiviert werden könnten, das erfuhren Teilnehmer einer  i2030-Sonderfahrt am 29. August im wörtlichen Sinn. Die vom Verkehrspolitischen Informationsverein e. V. veranstaltete Rundtour im Dieseltriebzug VT 628 führte über häufige und selten befahrene Abschnitte des Berliner Schienennetzes und bot Aussichten auf die Teilprojekte. Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der DB für das Land Berlin moderierte die Fahrt, erläuterte Hintergründe zu den einzelnen Projekten.

Die Verwirklichung dauere ihre Zeit, so sei das beim Bahnbau, aber dafür halte das Gebaute dann auch hundert Jahre, betonte er. Rasche und klare politische Entscheidungen für den Ausbau, wie kürzlich beim Beschluss zur Reaktivierung der Siemensbahn, wecken in ihm den Ehrgeiz zu zeigen, dass es mit einem Infrastrukturprojekt auch einmal schneller gehen kann.

Im i2030 Projekt werden neben 40 Teilmaßnahmen im gesamten S-Bahnnetz sowie der Siemensbahn Lösungen für sieben Korridore erörtert, in denen Ausbaubedarf besteht:

  • West: Berlin-Spandau – Nauen
  • Nord-West: Prignitz-Express/Velten
  • Nord: Nordbahn/Heidekrautbahn
  • Süd-Ost: Berlin – Cottbus/Bahnhof Königs Wusterhausen
  • Süd: Berlin – Dresden/Rangsdorf
  • Süd-West: Potsdamer Stammbahn
  • West-Ost: RE1 Magdeburg – Berlin – Eisenhüttenstadt

i2030.de | vivev.de

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