Auch wenn derzeit ein ganz anderes Virus im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit steht, das HI-Virus ist weltweit immer noch ein ernstzunehmendes und ernsthaftes Problem. Allein in Deutschland leben rund 88.000 Menschen mit HIV und geschätzte 10.600 von ihnen wissen nicht, dass sie HIV-positiv sind. Umso wichtiger, dass auch in Zeiten der Corona-Pandemie die Bekämpfung des HI-Virus nicht in Vergessenheit gerät. Zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember engagiert sich deshalb die S-Bahn Berlin wieder im Rahmen einer großen Spenden- und Informations-Aktion.

Die alljährliche Spendenfahrt auf dem S-Bahnring muss dieses Jahr pandemiebedingt leider entfallen und dennoch lässt sich die S-Bahn Berlin in ihrem ehrenamtlichen Engagement für die AIDS-Hilfe nicht so einfach ausbremsen. Statt einer Spendenfahrt wird es am 1. Dezember also einen stationären Sonderzug der S-Bahn geben, der auf Gleis 10 des Ostbahnhofs von 9.40 Uhr bis 13.30 Uhr auf Spenderinnen und Spender wartet. Leicht zu erkennen sein wird der S-Bahnzug an seiner großen hellblauen Maske, welche die „Nase“ des Triebfahrzeugs bedeckt. Seitlich über der Tür klebt ein großer Spendenbüchsen-Aufkleber und durch das leicht geöffnete Fenster des Führerstands können kleinere und gerne auch größere Geldbeträge zur Unterstützung der Hilfsangebote der Berliner AIDS-Hilfe e. V. geworfen werden.

Auszubildende der S-Bahn Berlin werden vor Ort sein und darauf achten, dass alles seine Richtigkeit hat und nichts abhandenkommt. Sie informieren auch rund um das Thema AIDS und über das Leben mit dem HI-Virus in unserer Gesellschaft. Wie fasste ein Auszubildender der S-Bahn Berlin die dahinterstehende Motivation stimmig zusammen: „’Schleife zeigen’ – solange nicht jeder Betroffene weltweit Zugang zu Prävention und Versorgung hat.“

Christoph Wachendorf, Geschäftsführer Personal der S-Bahn Berlin, betont deshalb auch die Wichtigkeit der Solidaritäts- und Spendenaktion: „Sowohl COVID-19 als auch Aids sind furchtbare Krankheiten, die bereits viele Menschenleben gefordert haben. Gegen COVID-19 wird es wohl in absehbarer Zeit einen Impfstoff
geben – gegen HIV leider nicht, und deshalb braucht die Berliner AIDS-Hilfe weiter unsere tatkräftige Unterstützung.“ In diesem Sinne rufen S-Bahn Berlin und die AIDS-Hilfe auch in diesem besonderen Jahr wieder alle Fahrgäste zu den so wichtigen Spenden auf.

 

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