Bis zum 10. November 2019 verwandelt sich Berlin anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls in ein Open-Air Festivalgelände. Die Festivalwoche begleitet sieben Tage lang und an sieben Originalschauplätzen die wichtigsten geschichtlichen Ereignisse und lässt dabei in Aus- stellungen viele Zeitzeugen zu Wort kommen. Die Gethsemanekirche, der Alexanderplatz, das Brandenburger Tor, der Kurfürstendamm, die Stasi-Zentrale, der Schlossplatz und die East Side Gallery sind Orte, die an den Sturz des SED-Regimes erinnern, an die Courage der Menschen, die sich dem damaligen System entgegenstellten und an den demokratischen Aufbruch, der darauf folgte. Die Open-Air-Angebote sind rund um die Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Nach Einbruch der Dunkelheit starten dort zudem 3D-Videoprojektionen an den historischen Gebäuden. Zusätzlich stehen Konzerte, Lesungen, Diskussionen, Theater, Führungen, Performances und Workshops auf dem umfangreichen Programm:

Auf dem Alexanderplatz fand am 4. November 1989 die größte Protestdemonstration der DDR-Geschichte statt. Auch zur Festwoche steht hier der Protest im Mittelpunkt. „Audition for a Demonstration“ präsentiert in einer Kunstinstallation die Ergebnisse einer Performance bei der Menschen eingeladen waren, sich ihrer persönlichen Geschichten zu erinnern und kollektive Momente nachzuspielen. In der Ausstellung „Tag X“ im Haus der Statistik werden Wohnaccessoires und Designklassiker zu Waffen und Kampfausrüstung umfunktioniert. Die ehemalige Stasi-Zentrale in Lichtenberg, durch deren Besetzung am 15. Januar 1990 der SED endgültig ihre wichtigste Machtstütze genommen wurde, bietet einen „Einblick ins Geheime“. Mit der Installation „Am Telefon sagt man nix“ wird dort außerdem gezeigt, wie durch Überwachung gesammelte persönliche Informationen die Zeit überdauern und in einem neuen Kontext wiederverwendet werden können.

Am Humboldt Forum wird die historische Fassade des ehemaligen Palasts der Republik wieder sichtbar und die wichtigsten Stationen und Ereignisse auf dem Weg zu einer demo- kratischen DDR werden beleuchtet. Eine schwimmende Lichtinstallation mit Neonstabbojen erinnert an der East Side Gallery an die ehemalige Grenzlinie auf der Spree. In Anlehnung an die Transparente, mit denen die Protestierenden ihre Wünsche zum Ausdruck brachten, wird „Visions in Motion“ 30.000 Bänder mit Botschaften als Kunstinstallation vom Brandenburger Tor aus über hundert Meter auf der Straße des 17. Juli schweben lassen. Dort findet am 9. November am Abend des 30. Jahrestags des Mauerfalls mit einer großen Bühnenshow der Höhepunkt der Festwoche statt. Es wird eine spannende Woche mit über 200 Veranstaltungen die zum Erinnern, Reflektieren und Diskutieren einladen.

Genaue Orte, Zeiten und Anmeldungen sowie das gesamte Programm auf mauerfall30.berlin

 

Mit der S-Bahn-Sonderfahrkarte zu zweit durch die Festwoche

30 Jahre Mauerfall feiert die S-Bahn mit einer Sonderfahrkarte, dem Mauerfallticket. Dieses wird ab dem 28.10. in allen S-Bahn-Kundenzentren erhältlich sein. Als Highlight wird es das Mauerfallticket seit dem 4.11. auch als limitierten Sonderdruck mit einer Auflage von 1.000 Fahrscheinen geben, der optisch als Wackelbild die Brücke zwischen damals und heute schlägt. Für 30 Euro können mit dem Mauerfallticket zwei Erwachsene sieben Tage lang durch Berlin fahren. Das Ticket berechtigt bis 10. November 2019, 24 Uhr zu beliebig vielen Fahrten im Tarifbereich Berlin AB mit allen Verkehrsmitteln des VBB.

image_printdrucken