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Gelebte Zugbegeisterung
Teil 3 der Serie: Mechatroniker:innen bei DB Regio Nordost

In den vergangenen beiden Teilen der Serie „Berufsausbildungen bei DB Regio Nordost“ ging es zunächst um die zukünftigen Lokführer:innen, dann folgten die Kaufleute für Verkehrsservice – Disposition und heute wird es für alle interessant, die gerne hämmern, schrauben, bohren, sich mit Technik auseinandersetzen und generell gerne anpacken. Die Mechatro­niker:innen lernen bei DB Regio Nordost in dreieinhalb Jahren alles rund um die Technik der Fahrzeugflotte und deren Instandhaltung und Wartung. Eine ungemein abwechslungsreiche und umfangreiche Berufsausbildung, um die es im abschließenden Teil unserer Serie geht.

 

Was macht den Ausbildungs­beruf Mechatroniker:in aus?
Die dreieinhalbjährige Lehre ist neu im Berliner Ausbildungsportfolio von DB Regio Nordost. Seit 1. September 2020 sind nun fünf Lehrlinge auf ihrem mechatronischen Ausbildungsweg. Die Grundkenntnisse der Mechatronik erlernen sie in  der Ausbildungswerkstatt in Berlin-Schöneweide. Im Betriebswerk Berlin-Lichtenberg dagegen steht das praxisnahe Arbeiten an den Fahrzeugen im Vordergrund. Prüfungsaufgaben durchführen, Bremsen reparieren, Räder wechseln, Klima­anlagen instandhalten, Innenaus­stattungen warten und vieles mehr im Bereich Elektronik, Hydraulik und Pneumatik wird hier fachkundig erlernt. Begleitend dazu finden blockweise Unterricht und Seminare in der Berufsschule beziehungsweise bei DB Training statt.

An wen richtet sich die Mechatroniker:innen-Ausbildung und was sollten Bewerber:innen mitbringen?
Wer Freude hat am technisch-praktischen Arbeiten, verantwortungsvollem Handeln und stetigen Dazulernen kann sich angesprochen fühlen. Gewünschte Voraussetzungen sind: ein guter Mittlerer Schulabschluss oder Abitur mit Stärken in Mathe­matik und Physik. Außerdem sollten Bewerber:innen die Bereitschaft zur Schichtarbeit an Wochen­enden und Feiertagen mitbringen. Und eine Begeisterung für Züge, Mechanik und Technik sollte natürlich mit an Bord sein.

Welche Vorteile bietet die Ausbildung bei DB Regio Nordost?
Jung und dynamisch – das sind keine Floskeln bei DB Regio Nordost. Hier wird sich im Team um junge Menschen gekümmert, um ihnen Wurzeln zu geben und nach der Ausbildung Flügel zu verleihen. Die Ausbildungsinhalte sind vielfältig und die Ausbildungsbedingungen exzellent. Durch die Regionalität wird zudem garantiert, dass die Azubis jeden Abend zuhause sein können. Es gibt viele Sozial- und Nebenleistungen wie Mietkostenzuschuss oder Freifahrten und ein Gehalt von 1.004 Euro (brutto) im ersten Lehrjahr, zuzüglich Zulagen. Außerdem profitieren Azubis von diversen Fortbildungsmöglichkeiten, Teil­nahmen an Messen und Azubi-Veranstaltungen. Nach erfolgreichem Abschluss der Aus­bildung können sie zudem mit einer festen Übernahme rechnen.

Was gilt es bei der Bewerbung zu beachten?
Eine Bewerbung sollte neben einem tabellarischen Lebenslauf mit Foto alle Zeugnisse und praktischen Erfahrungen wie beispielsweise Nebenjobs oder Praktika enthalten. Der Bewerbungsprozess beginnt bereits ein gutes Jahr vor dem Start der Ausbildung, sodass man sich rechtzeitig informieren sollte. Die Ausschreibungen für alle Ausbildungen bei DB Regio Nordost, beginnend am 1. September 2022, sind seit Juni 2021 unter karriere.deutschebahn.com zu finden. Die Bewerbungsgespräche finden ab Ende September 2021 statt und sind bis Februar/März 2022 abgeschlossen.

 

Alle Informationen und Stellenausschreibungen unter karriere.deutschebahn.com

 

Richard Weishaupt (20) hatte nach seinem Abitur zunächst ein Physikstudium begonnen, was ihm aber zu mathe- und theorielastig war. Er entschied sich schnell für eine praxisnahe Mechatroniker:innenausbildung und ist seit 1. September 2020 nun Azubi bei DB Regio Nordost. (Foto: André Groth)
„In der Betriebswerkstatt finde ich besonders die Arbeitsprozesse interessant, die man eben in der Ausbildungswerkstatt oder in der Berufsschule so nicht mitbekommt. Wie läuft so eine Sichtprüfung ab und wie genau gestaltet sich eine Fehlerdiagnose? Wie behebe ich mögliche Fehler und wie überprüft man anschließend die Funktionsfähigkeit? All das lerne ich hier im Lichtenberger Betriebswerk in einem super Arbeitsklima.“