Es ist einer der größten Schätze Brandenburgs: das Kloster Neuzelle an der Oder. Vor rund 750 Jahren wurde das Zisterzienserkloster im Jahr 1268 von Heinrich III., Markgraf von Meißen, gestiftet. Es ist eine der wenigen noch vollständig erhaltenen Klosteranlagen Europas. Eine ganz besondere Attraktion ist das Museum „Himmlisches Theater“, das in diesem Jahr seit fünf Jahren besteht.

 

Einzigartiges barockes Kunstwerk

In Neuzelle gibt es ein Theater mit ganz besonderen Bühnenbildern, die 150 Jahre verborgen waren. Diese Kulissen zeigen die komplette Darstellung der Passionsgeschichte, vom Leiden und Sterben Jesu bis zur Kreuzigung durch die Römer in Jerusalem. Das einzigartige barocke Kunstwerk erhielt mit dem extra errichteten Museumsbau unter dem Weinberg einen ganz besonderen repräsentativen Raum. „Im März dieses Jahres wurde das ,Himmlische Theater‘ fünf Jahre alt. Doch zu diesem Zeitpunkt musste das Museum aufgrund der Corona-Pandemie schließen. Seit 4. Mai 2020 können die Neuzeller Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab endlich wieder besichtigt werden“, berichtet Tilman Schladebach, Leiter Marketing und Kultur vom Stift Neuzelle.

Außerdem sollen in den nächsten Jahren mit weiteren Fördergeldern und der Unterstützung des Ostdeutschen Sparkassenverbandes weitere Szenen restauriert werden. „Wir planen von 2021 an jedes Jahr eine neue Szene im ,Himmlischen Theater‘ in Neuzelle zu zeigen. Alle drei Jahre wollen wir darüber hinaus das komplette Bühnenbild wechseln“, erklärt Tilman Schladebach weiter.

Das komplette Theater besteht aus den fünf Bühnenbildern „Garten“, „Palast“, „Palasthof“, „Stadt“ und „Kalvaria“ sowie aus 15 Passionsszenen.

Museum „Himmlisches Theater“
April - Oktober tägl. 10-18 Uhr,
November - März tägl. 10-16 Uhr

klosterneuzelle.de
reiseland-brandenburg.de

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