Wie viele Fahrgäste steigen aus? Wie viele ein? Wo hat ihre Fahrt begonnen und wo endet sie? Diese und andere Infos er­fassen Verkehrserheber:in­nen ab September wieder im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB). Was es bei dem beliebten Job genau zu tun gibt – und warum sich jeder bewerben kann – verrät Lara Thalacker von der Ingenieurgruppe für Verkehrswesen und Verfahrens­entwicklung (IVV), die für die Verkehrs­erheber:innen die Einsätze organisiert.

 

Frau Thalacker, wie werde ich Verkehrserheber:in?

Lara Thalacker: Das ist wirklich ganz einfach. Bewerben Sie sich unter res.ivv-berlin.de. Es dauert nicht lange, unser Formular auszufüllen, Zeugnisse oder ein Anschreiben sind nicht notwendig. Wir melden uns dann bei Ihnen.

 

Brauche ich eine Ausbildung, um für Sie zu arbeiten?

Lara Thalacker: Nein, alles, was Sie wissen müssen, bringen wir Ihnen in einer eintägigen Schulung bei. Zum Beispiel: Welche Fragen muss ich den Fahrgästen in den Zügen oder S-Bahnen stellen? Wie zähle ich die Personen? Wie lese ich die Fahrausweise ein? Und auch später sind wir immer für Sie da. Wichtig ist, dass es Ihnen Freude macht, freundlich auf andere Menschen zuzugehen.

 

Wie und wo arbeite ich nach der Schulung?

Lara Thalacker: Das Tolle an dem Job ist: Sie können sich Ihre Arbeitszeit ganz nach Wunsch flexibel einteilen, Montag bis Sonntag – und fast rund um die Uhr. Auf unserem Mitarbeiterportal buchen Sie die passenden Touren für sich. Oft finden sich dort Fahrten, die nicht weit weg von der eigenen Heimat­haltestelle entfernt sind. Aber auch Unternehmungslustige kommen auf ihre Kosten. Ein Beispiel wäre eine Tour vom Berliner Bahnhof Gesundbrunnen nach Wittenberge in Brandenburg. Dort könnten Sie eine Pause ein­-legen und die Altstadt besichtigen – zurück geht es dann ein paar Stunden später.

 

Wie viele Touren mache ich pro Woche?

Lara Thalacker: Auch das ent­scheiden Sie selbst. Manche Erheber:innen übernehmen nur ein paar Touren im Monat, andere arbeiten Vollzeit, da gibt es ver­schiedene Modelle.

 

Wie lange dauert die kürzeste Fahrt? Und welche gefällt Ihnen persönlich besonders gut?

Lara Thalacker: Eine unserer kürzesten Fahrten geht vom Bahnhof Golm bis zum Park Sanssouci. Sie dauert nur drei Minuten. Unsere längste führt in drei Stunden und 36 Minuten von Neustrelitz nach Elsterwerda. Besonders spannend finde ich persönlich eine Tour auf der Ringbahn in Berlin. In einer Stunde umrundet man die ganze Innenstadt.

 

Die zweite Welle der Verkehrserhebung beginnt im September. Es werden noch Erheber:innen gesucht. Jetzt bewerben! res.ivv-berlin.de

 

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