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Finanzierung für Vorplanung abgesichert
i2030-Teilprojekt Potsdamer Stammbahn geht voran

Die Länder Berlin und Brandenburg haben die Finanzierungsvereinbarung über rund 26 Millionen Euro für die Vorplanung zum Ausbau der Potsdamer Stammbahn unterzeichnet. Die Strecke soll künftig zweigleisig und per Oberleitung elektrifiziert werden.

Die Vorplanung beinhaltet den Streckenbereich der historischen Potsdamer Stammbahn von Griebnitzsee bis Potsdamer Platz. Umfassende Untersuchungen dazu durch die Deutsche Bahn laufen noch bis 2026.

Die seit Jahren in wesentlichen Teilen stillgelegte Strecke ist eine der letzten freien Schienenachsen, die eine zusätzliche Direktverbindung zwischen Berlin und Brandenburg ermöglicht. Zudem wird sie auch überregional eine dringend erforder­liche Kapazitätserhöhung des Schienennetzes entfalten.

Die Potsdamer Stammbahn ist ein wichtiger Bestandteil für die Weiterentwicklung und Engpassbeseitigung des Bahnknotens Berlin, um unter anderem die hoch frequentierte Stadtbahn zu entlasten. Zusätzliche Halte in Berlin und die Anbindung der wachsenden Region um Kleinmachnow sorgen für schnelle und umsteigefreie Zugverbindungen.

„Die angestrebte Reaktivierung der Potsdamer Stammbahn im Projekt i2030 spiegelt die enge Zusammenarbeit der Länder Berlin und Brandenburg in Sachen Mobilitätswende wider“, sagt Martin Fuchs, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB). „Der gemeinsame Verkehrsverbund freut sich über den Meilenstein der gesicherten Finanzierung für die Vorplanung. Vor uns liegen intensive Jahre der Planung – mit dem Ziel, eine zusätzliche Schienenverbindung in der Hauptstadtregion zu schaffen, von der das Schienennetz auch überregional profitiert.“

 

Bund soll als Finanzierungs­geber gewonnen werden

Im Auftrag des VBB wird parallel zur Vorplanung eine überschlägige Nutzen-Kosten-Bewertung durchgeführt, um die Wirtschaftlichkeit der Zielvarianten zu prüfen. Ein hinreichendes Nutzen-Kosten-Verhältnis ist die Voraussetzung für eine finanzielle Beteiligung durch den Bund. Es finden regelmäßige Gespräche mit dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr statt, um den Bund als Finanzierungsgeber für i2030 zu gewinnen und die Priorisierung innerhalb des Deutschlandtaktes weiter zu forcieren.

 

i2030.de/suedwest