Um den besonderen Grasbewuchs auf dem Tempelhofer Feld zu pflegen und zu erhalten, werden nun erstmals über die Wintermonate auch Rinder und Pferde etliche Flächen beweiden. Bereits jetzt leben und weiden dort Skuddenschafe. Durch dieses tierische Nachweiden kann auf eine zusätzliche maschinelle Mahd im Winter verzichtet werden. Mit dem Dung der Tiere und der im Vergleich zur Maschinenmahd geringeren Bodenverdichtung wird zudem die Pflanzenstruktur gefördert und auch die Insektenwelt unterstützt.

Die Rinder und Pferde wurden sukzessive aus dem „Arche-Park am Kienberg“ und den Gärten der Welt in Marzahn zum Tempelhofer Feld gebracht, vorerst bis zum Frühjahr 2021. Die Maßnahme erfolgt in enger Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

Die eingesetzten fünf Rinder gehören zum selten gewordenen Roten Höhenvieh, sie sind wie die drei Dülmener Pferde und auch die Skuddenschafe vom Aussterben bedroht und stehen auf der „Roten Liste“ der „Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen“.

Seit Anfang 2017 sind sie auf den Weiden des „Arche-Parks am Kienberg“ im Kienbergpark und den Gärten der Welt zu Hause. Durch das Projekt ist dort ein Refugium für diese bedrohten Haustierrassen entstanden.

 

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