Sie werden achtlos abgestellt oder gar mitten auf dem Weg liegengelassen: Nicht mehr benötigte E-Scooter sind zunehmend ein Problem auf den Bahnhöfen in Berlin und Brandenburg. „Es wurden nur wenige punktuelle Sperrflächen eingerichtet, auf denen die Scooter nicht abgestellt werden dürfen“, macht Andreas Acthun von DB Station & Service deutlich. „Das hat sich für die Verkehrsbetriebe zunehmend zu einem Nachteil entwickelt.“

Besonders problematisch sei das Abstellen der Scooter in Sicherheitsbereichen wie auf Flucht- und Rettungswegen, über die im Notfall viele Personen evakuiert werden müssten, sagt Andreas Acthun weiter. „Und natürlich das Abstellen überall dort, wo Hilfsmittel für mobilitätseingeschränkte Reisende versperrt werden – also zum Beispiel im Bereich von Fahrstühlen, Rolltreppen und Blindenleitsystemen.“

Zudem würden unachtsam abgestellte oder umgeworfene Scooter auf den Bahnsteigen den Betriebsablauf gefährden, weil sie unter anderem ins Gleisbett fallen und dann einen Unfall mit einem Zug verursachen könnten.

Andreas Acthun appelliert daher an alle Fahrgäste, solidarisch und rücksichtsvoll zu sein. „Jeder und jede von uns kann schnell selbst in eine Situation kommen, in der er oder sie auf Hilfsmittel wie Fahrstühle oder das Blindenleitsystem angewiesen ist“, sagt er.

DB Station & Service habe die Problematik bereits mit den E-Scooter-Anbietern besprochen und Schwerpunktbahnhöfe benannt, an denen es besonders häufig zu Vorfällen komme. Einige der Anbieter hätten daraufhin auch reagiert – an den benannten Bahnhöfen sei seitdem gar kein Abstellen der Scooter mehr möglich.

 

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