Um mögliche Missverständnisse gleich zu Anfang auszuräumen: die brandneue fünfteilige YouTube-Serie „Die S-Bahn-Reinigerin“ hat nichts zu tun mit der NDR-Serie „Der Tatortreiniger“. Wobei die S-Bahnen am Ende eines durchschnittlichen Berliner Wochenendes nicht selten durchaus so aussehen können wie ein Tatort in einem Horror­film. Gegen all den Schmutz und Schmodder helfen dann eigentlich nur noch Superheldenkräfte. Oder eben wie in unserem Fall: Superheldinnenkräfte!

Die Serie beginnt – so viel sei verraten – ganz harmlos „an einem lauschigen Spätsommertag in dem schönen Städtchen Berlin“. Die Sonne scheint, die S-Bahnen gleiten glänzend dahin, lächelnde Fahrgäste allent­halben. Nichts lässt erahnen, dass es im Verlauf zu erheblichen Komplika­tionen und „Störungen im Betriebs­ablauf“ kommen könnte. Doch die Haupthandlung spielt auch nicht auf einem lichtdurchfluteten Vorzeigebahnhof am Tage, sondern in einem S-Bahnwerk bei Nacht, in dem die Züge für ihren nächsten Einsatz gereinigt werden sollen.

Als ob der Kampf der dortigen Reinigungs­kräfte gegen den täglichen Berg an Schmutz und Hinterlassenschaften von 1.5 Millionen Berlinerinnen und Berlinern noch nicht Herausforderung genug wäre, kommt es zu einer kurzfristig angekündigten Großinspektion: in gerade mal 13 Stunden müssen Züge und Werk vor einem unbarmherzigen Inspekteur bestehen (oder eben nicht.) Wie das zu schaffen sein soll, fragt sich nicht nur bibbernd der Werkstattleiter und Vater der Hauptfigur Jana, die zusammen mit ihrem Kompagnon Oskar (verkörpert vom Berliner Rapper und Schauspieler Damion Davis) für die Innenreinigung der S-Bahnen zuständig ist.

Was folgt, ist eine an Endungen und Wendungen reiche Superheldinnen- und Liebesgeschichte, die sich – ­Pardon – gewaschen hat! Jana trägt nämlich ein gewaltiges (und nur mit Oskar geteiltes) Geheimnis mit sich herum, das willkommene Vorteile, aber auch weniger willkommene ­Nachteile birgt. Was das alles ganz allgemein mit einem Kindheits­trauma, ausgelöst durch rücksichtlos ­agierende Fahrgäste (Stichwort: ­Nemesis!), und ganz konkret mit dem muskel­bepackten Berliner Underground-Star und „Strommusiker“ Rummelsnuff zu tun hat, muss dann schon jede:r für sich selbst heraus­finden.

 

Gleich auf YouTube „durchbingen“

Alle fünf Folgen locken ab sofort jedenfalls unter youtube.com/sbahnberlin zum nahtlosen Durchschauen oder, wie es neudeutsch heißt, Binge-Watching!

Eine passende Zugabe zur digitalen YouTube-Serie gibt es übrigens in ­analoger Papierform: einen quietschbunten Comic, der die Geschichte von Jana und ihren Superkräften nochmal action- und detailreich ­illustriert. Tausende Exemplare der „S-Bahn-­Reinigerin“ wurden in den S-Bahnen rund um die verkehrsreichen Bahnhöfen der Stadt- und Ringbahn verteilt, darunter Gesundbrunnen, Ost-, Süd- und Westkreuz. Wer dort keins ergattert hat, kann auch in den neun Kundenzentren und den Fahrkartenausgaben Ostkreuz und Alexanderplatz fündig werden oder kann ihn einfach hier ­digital unter sbahn.berlin herunterladen. | lk

 

Wer hier jetzt Superheld:in ist und was das Ganze mit dem Berliner Underground-Star und „Strommusiker“ Rummelsnuff (rechts) zu tun hat, erlebt man in der YouTube-Serie oder eben im gedruckten Comic.

 

 

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