Das DB-Reisezentrum unter dem Terminal 1 des BER war zur ursprünglich geplanten Eröffnung 2012 „fertig und geputzt“, so Ingo Runge, der zuständige Leiter Verkaufsbezirk für den Bereich DB Regio Nordost. In den vergangenen acht Jahren ist dennoch viel geschehen. Zum Beispiel wurden sämtliche Automaten im Flughafen zwischenzeitlich abgebaut und anderweitig genutzt. Die jetzt installierten Geräte entsprechen der neuesten Technik und den aktuellen Anforderungen, denn vieles hatte sich zwischenzeitlich natürlich verändert.

Auch die Einrichtung des Reisezentrums musste teilweise an die heutigen Gegebenheiten angepasst werden. Verkaufsrückwände, die auf ausgelaufene Partnerschaften der DB verwiesen, mussten aktualisiert und neu gestaltet werden. Bereits eingestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden darüber hinaus auf andere Standorte verteilt.

Zur Eröffnung des Reisezentrums am 26. Oktober (parallel zur Aufnahme des S-Bahnbetriebs) wird nun eine neu rekrutierte Belegschaft an den Start gehen. Die zehn Reiseberaterinnen und Reiseberater am BER kommen überwiegend frisch aus ihrer Ausbildung und sind bestens eingestellt auf die Besonderheiten ihres Einsatzortes am Flughafen. So werden viele Gäste aus dem Ausland anreisen und einen erhöhten Beratungsbedarf auch in unterschiedlichen Sprachen haben.

Neben dem zum Standard gehörenden Englisch, sprechen einige Mitarbeitende deshalb beispielsweise auch spanisch oder türkisch, um den internationalen Fahrgästen ein optimales Beratungsangebot bieten zu können. Zusätzlich zu den anfangs besetzten zwei Schaltern im Reisezentrum selbst sind dann auch mobile Einheiten, sogenannte „Guides“ im Einsatz, um den Passagieren auch außerhalb des Reisezentrums beratend zur Seite zu stehen.

Sicherlich ist pandemiebedingt zunächst nicht mit einer vollen Auslastung des Flughafens zu rechnen, was jedoch nicht nur von Nachteil sein muss. So ermögliche die Situation allen beteiligten Partnern am BER eine gewisse „Lernkurve im Echtbetrieb“, so Ingo Runge. Doch im Grunde wünscht er sich für die Zukunft natürlich einen gut gefüllten Flugplan, damit auch das Reisezentrum der Deutschen Bahn am Flughafen zahlreiche Fahrgäste in Berlin empfangen – und beraten – kann.

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