Über die Grenzen Brandenburgs hinaus bekannt wurde Eisen­hüttenstadt, seit der US-Schauspieler Tom Hanks die Stadt an der Oder ­besucht hatte. Er sprach anschließend in einer US-Talkshow begeistert über sie und gab ihr den Namen „Iron Hut City“ – so seine freie Übersetzung.

Jetzt feiert der Ort ein rundes Jubiläum: Denn am 18. August 1950 erfolgte der erste symbolische Axthieb zum Baubeginn. Heute stehen große Teile unter Denkmalschutz. Und auch als Filmdrehort hat sich die Stadt an der Oder inzwischen einen Namen ­gemacht, die bis 1961 noch Stalinstadt ­geheißen hat. Sie ist ein Novum der deutschen Städtearchitektur und eine Stadt der zwei Gesichter.

Auf der einen Seite der historische Ortsteil Fürstenberg mit seinen engen Gassen, dem ­alten Fischerkiez und der gotischen Pfarrkirche aus dem 14. Jahrhundert und andererseits die „erste sozialistische Musterstadt auf deutschem ­Boden“. Eisenhüttenstadt ist also Architektur­geschichte pur. Mehr über die Planstadt und den ­Alltag in der DDR erfahren Interessierte im Dokumentationszentrum „­Alltagskultur der DDR“. Die Stadt an der Oder ist mit Regionalexpress-­Zügen von Berlin aus in rund 90 Minuten erreichbar (Umsteigen in Frankfurt/Oder), einige Züge fahren von Berlin aus durch bis Eisenhüttenstadt. Auch von Cottbus aus gibt es stündliche Direktverbindungen.

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