Große Landschaftsplaner wie Peter Joseph Lenné oder Hermann Fürst von Pückler-Muskau haben in Brandenburg ihre Spuren hinterlassen. Brandenburgs Gärten sind auch von Kulturen ferner Länder geprägt oder zeichnen sich durch ihre ganz spezielle Flora aus. Sie überraschen, laden zum Staunen und Verweilen ein und sind so ganz einfach sehr schöne Ausflugsziele.

Das Dahme-Seenland südlich von Berlin gelegen überrascht mit einem besonderen Gartenerlebnis: dem Chinesischen Garten Zeuthen. Er liegt direkt am Fluss Dahme. Ziel der chinesischen Gartengestaltung ist, Harmonie der sieben Elemente Erde, Himmel, Steine, Wasser, Gebäude, Wege und Pflanzen zu erreichen. Typisch für chinesische Gärten ist, so auch dort, dass man nie die ganze Anlage auf einmal sieht, sondern beim Durchlaufen immer wieder neue Ausblicke entdecken kann.

Japanische Gärten werden seit vielen Jahrhunderten angelegt und faszinieren durch ihre Perfektion und Stille. Eine dieser Gartenanlagen ist in Ferch am Schwielowsee im Havelland zu finden. Wer das Eingangstor passiert hat, taucht in eine andere Welt ein. Von nun an bestimmen Bambusstäbe, geschwungene Wege und perfekt platzierte Bäume und Sträucher das Bild. Die Augen werden sensibel für farbenprächtige Azaleen, rot leuchtende Fächerahorne, edle Zierkirschen sowie mehr als hundert Jahre alte Bonsais.

In Bartschendorf, einem versteckten kleinen Örtchen in der Prignitz, haben Reiner und Gesine Jochems einen japanischen Roji-Garten gestaltet. „Roji“ bedeutet übersetzt taubedeckter Waldweg. So finden sich dort auf dem Gelände ganz unterschiedliche Bereiche wie ein Blumengarten, ein Teegarten, ein Trockengarten sowie eine Bonsai-Ausstellung. Und ein Teich für Kois darf natürlich nicht fehlen. Ein wichtiger Bestandteil eines japanischen Gartens ist außerdem der Trockenlandschaftsgarten (Kare-san-sui-Garten).

Früher stand Eberswalde für Industrie. Heute ist die Stadt geprägt durch die Lage am Finowkanal sowie die waldreiche Natur ringsherum. Und der Forstbotanische Garten ist ein zentraler Bestandteil davon. Gerade im Frühjahr sind hier aroma­tische Düfte der verschiedenen Blüten ein ständiger Wegbegleiter. Wer das rote Eingangstor passiert hat, dem öffnet sich ein weites Wegenetz durch die Parkanlage, eine „Reise um die Welt“: Vom Ostasiaten-Quartier mit dem charakteristischen Pavillon oder das Alpinum, welches Einblicke in typische Pflanzenarten der Bergwelt gibt. Eine Besonderheit stellt im Sommer der großflächige Bestand des mannshohen Riesen-Schachtelhalms dar. Diese urzeitlichen Gewächse von bis zu zwei Metern Höhe vermitteln einen Eindruck wie vor Millionen Jahren diese Gewächse ganze Wälder bildeten.

 

Weitere Parks und Gärten in Brandenburg: reiseland-brandenburg.de

 

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