„Geschichten machen Station“ – so heißt bekanntlich der spannende Podcast der S-Bahn Berlin. Die frisch veröffentlichte Folge nimmt die Hörer mit auf eine Reise in die Berliner Unterwelten zu geheimnisvollen Orten wie verschütteten Flaktürmen, Fluchttunneln und Geisterbahnhöfen, an denen jahrzehntelang und politisch bedingt kein Zug Station machen durfte. Einer dieser „Geisterbahnhöfe“ befand sich unter dem – heute unvorstellbar – brachliegenden und verwaisten Potsdamer Platz. Mit dem Mauerbau 1961 war selbiger zum breitesten Todesstreifen im geteilten Berlin geworden.

Kein Mensch, der kein Soldat war, durfte sich dort aufhalten, geschweige denn eine S-Bahn nehmen. Die Züge rollten einfach durch und überließen die Stationen ihrem staubigen Schicksal. Konserviert wie in einer Zeitkapsel fanden sich nach demFall der Mauer viele Zeugnisse längst vergangener Tage: vergilbte Zeitungen, aus der Zeit gefallene Reklamen und verlorene Fahrausweise.

Wie in anderen Metropolen der Welt von Paris bis London, lässt sich auch in Berlin die Stadtgeschichte am eindrücklichsten mit einem Blick unter die Oberfläche ergründen. Der Berliner Untergrund ist dabei teilweise durchlöchert wie ein Schweizer Käse und reich an spannenden Geschichten. Von den vernarbten Wunden des Zweiten Weltkriegs über die kühlen Gänge der Brauereien bis zur (verliebten?) Rohrpost eines Franz Kafka – alles dabei, im neuen Podcast der S-Bahn Berlin.

lk

Alle bislang veröffentlichten Folgen des Podcasts sind auf sbahn.berlin/podcast, auf dem YouTube-Kanal der S-Bahn Berlin youtube.com/sbahnberlin und in den bekannten Audio-Streamingdiensten abrufbar. Die neuen Episoden erscheinen im Rhythmus von zwei Wochen.

 

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