Das S-Bahnwerk Wannsee blickt bereits auf eine lange Geschichte zurück: Am 15. Mai 1933 ist es in Betrieb gegangen – mit zwei Hallenteilen für vier Wartungs­gleise, einem Werkstattgleis sowie einem Verwaltungsgebäude. Dass sich diese Geburtsstunde nun zum 90. Mal jährt, soll natürlich gebührend gefeiert werden.

Aus diesem Grund lädt die S-Bahn Berlin am 17. und 18. Juni zu Führungen durch das Werk ein. Sie finden jeweils in der Zeit von 10 bis 18 Uhr statt. So haben interessierte Besucher:innen die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des Werks zu werfen und mehr über den Arbeitsalltag vor Ort zu erfahren. Werksmitarbeiter:innen werden ihren Arbeitsplatz näher vorstellen und stehen für Fragen zur Verfügung.

In der Fertigung sind im S-Bahnwerk Wannsee heute 81 Mitarbei­ter:in­nen tätig. Sie sichern in drei Schichten den Betrieb des Werks ab – an sieben Tagen in der Woche. Durchgeführt werden planmäßige Instandhaltungsarbeiten, Radsatz­bearbeitung und der Tausch von Komponenten, wie beispielsweise Fahrmotoren und Radsätzen.

 

Kurzhistorie des S-Bahnwerks in Wannsee

  • November 1931: Die Planungen für ein neues Betriebswerk in Wannsee beginnen.
  • 15. Mai 1933: Zeitgleich mit dem Start des elektrischen Betriebs auf der Wannseebahn nimmt das neue S-Bahnbetriebswerk seine Arbeit auf.
  • 1957: Das Werk Wannsee bekommt eine Außenreinigungsanlage für S-Bahnwagen.
  • 1985 - 1987: Innerhalb von drei Jahren wird die Betriebswerkstatt umfangreich modernisiert und die Hallenteile erhalten eine neue Fassade.
  • ab 2017: Die Sanierung aller Gleisanlagen im Werk beginnt.
  • 2021: Wurde die Außenreinigungsanlage des Werks für die Fahrzeuge der neuen Baureihe 483/484 angepasst.

 

Herzlich willkommen im Werk Wannsee!

Bitte online anmelden – Der Link zur Anmeldung für die Führungen ist unter sbahn.berlin zu finden. Treffpunkt ist der Bahnhof Wannsee, Gleis 1.  Geplante Abfahrt des Shuttles: 10 Uhr, 12 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr. Die Führungen dauern etwa anderthalb Stunden. Als Shuttle wird die Baureihe 480 eingesetzt, da sie lange Zeit das Bild des Werks mitgeprägt hat.

 

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