Sie ist mittlerweile eine alte Lady geworden: Bereits zum 70. Mal findet in diesem Jahr vom 20. Februar bis zum 1. März die Berlinale statt – und ein Besuch ist absolut lohnenswert. Denn das Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin kann sich einmal mehr sehen lassen. Die 18 Filme im Wettbewerb stammen aus 18 Ländern, unter ihnen sind allein 16 Weltpremieren.

„Die Wettbewerbsfilme erzählen kleine oder weltbewegende, individuelle oder kollektive Geschichten, die Bestand haben und ihre Wirkung im Zusammenspiel mit dem Publikum entfalten“, sagt Carlo Chatrian, Künstlerischer Leiter. „Wenn die eher dunklen Farben überwiegen, mag das daran liegen, dass die von uns ausgewählten Filme eher illusionslos auf die Gegenwart blicken – nicht weil sie Schrecken verbreiten, sondern weil sie uns die Augen öffnen wollen.“

 

Drei Berlin-Filme im großen Wettbewerb

In den großen Wettbewerb habenes in diesem Jahr auch drei Filme geschafft, in denen die Hauptstadt selbst eine wichtige Rolle spielt. In der Filmadaption des Alfred Döblin-Romans „Berlin Alexanderplatz“ durch den deutsch-afghanischen Regisseur Burhan Qurbani spielen Welket Bungué, Jella Haase und Albrecht Schuch die wichtigsten Rollen. Der Döblin-Klassiker wurde in die Gegenwart verlegt: Franz Biberkopf ist ein afrikanischer Geflüchteter. „Undine“ ist das aktuelle Werk von Berlinale-Dauergast Christian Petzold, ein modernes Märchen, mit Paula Beer als geheimnisvoller Wasserfrau und Stadtführerin in Berlin.

Auch in dem Drama „Schwesterlein“ des Regisseurinnen-Duos Stéphanie Chuat und Véronique Reymond mit Nina Hoss und Lars Eidinger in den Hauptrollen ist die Hauptstadt eine wichtige Protagonistin. Der Film ist im Milieu um die Schaubühne angesiedelt. „Die Berlinale und Berlin sind unzertrennlich, denn für ein internationales Filmfestival ist eine dynamische Stadt die perfekte Plattform“, sagen Berlinale-Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian. „Und so bringen wir auch in diesem Jahr begeisterte Berliner und Gäste aus aller Welt zusammen, um künstlerische und politische Themen zu reflektieren.“ Obwohl die Digitalisierung rasante Veränderungen für die Film- und Medienbranche mit sich bringe, bleibe das Kino ein Ort, der dem Publikum quasi unbegrenzte Möglichkeiten biete, die Welt kennenzulernen und sie mit anderen Augen zu sehen.

Umso besser, dass sich die meisten Berlinale-Spielstätten bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen lassen – wie zum Beispiel das „Cubix“, direkt am S-Bahnhof Alexanderplatz, der Zoo Palast am Bahnhof Zoologischer Garten und der Premieren-Hotspot mit dem Stage Theater am Potsdamer Platz, das während des Festivals zum Berlinale Palast wird. | jm

 

berlinale.de
Der Ticketvorverkauf startete am Montag, 17. Februar, um 10 Uhr online und täglich von 10 bis 20 Uhr an den Vorverkaufskassen:

  • Potsdamer Platz Arkaden
  • Kino International
  • Audi City Berlin
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