Zur Reaktivierung der histo­rischen Siemensbahn sollen einzelne Baumaßnahmen vorgezogen werden. Dafür hat das Land Berlin jetzt neue Finanzierungsverträge unterzeichnet. Neben der Kostenübernahme der ersten Planungsphasen geht es nun mit weiteren 36,5 Millionen Euro in Vorleistung.

Damit kann die Deutsche Bahn den engen Zeitplan für die geplante Wiederinbetriebnahme Ende 2029 nahtlos fortführen, bevor die Förderzusage des Bundes sichergestellt ist. Die Anmeldung der Bundesförderung nach dem Gemeindefinanzierungs­gesetz (GVFG) für die i2030-Infrastrukturmaßnahme „Siemensbahn“ ist bereits erfolgt. Sobald die Aufnahmebewilligung vorliegt, sollen die jetzt vorgestreckten Gelder aus Berlin anteilig durch Bundesmittel abgelöst werden.

Bei den vorgezogenen Baumaßnahmen handelt es sich vor allem um die Freimachung des Baufeldes im Bereich Westhafen und von Jungfernheide bis zur Spreequerung. Außerdem gehören dazu Umweltmaßnahmen und Maßnahmen der Kampfmittelfreimachung im Bereich Popitzweg bis Bahnhof Gartenfeld. Ebenso kann mit der Erstellung der elektrotechnischen Grobplanung begonnen werden, die die Bedarfe für die zukünftige elektronische Soft- und Hardware für den Streckenbetrieb festlegt.

„Investitionen privater Unternehmen in Berlin sind willkommen und wichtig. So ist auch die Investition von Siemens in den Standort Berlin ein Glücksfall für die Stadt“, sagt Ute Bonde, Geschäftsführerin des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB). „Mit einer komfortablen und klimafreundlichen ÖPNV-­Anbindung für den neuen Stadtteil Siemensstadt Square und der Wohngebiete in Gartenfeld wird gleichzeitig eine moderne Stadtentwicklung mitgedacht.

 

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