Die Bauzeit im Rahmen des Ersatzneubaus der Eisenbahnüberführung Seedammbrücke auf der Streckenlinie des RE6 wird sich verlängern. Die Verzögerungen werden durch unvorhersehbare technische und geologische Bedingungen verursacht, welche eine Anpassung der Planungen und der Bautechnologie erfordern. Die Fundamente der anliegenden Straßenbrücke wurden nicht so vorgefunden, wie in der Planung unterstellt. Dies hat durch die gemeinsame Gründung Auswirkungen auf die Eisenbahnbrücke.

Unvorhersehbar waren zudem Bewegungen der im Seegrund befindlichen Stützkörper, die zur Abfangung der anliegenden Landstraße dienen. Darüber hinaus neigt der Baugrund (Seeton) dazu, sich unter Schwingungen zu verflüssigen und damit seine Tragfähigkeit zu verlieren. Das führt dazu, dass in die Stützkörper, die der Abfangung der anliegenden Straße dienen, Großbohrpfähle eingebracht werden müssen.

Die daraus resultierende Bauzeitverlängerung soll jedoch so gering wie möglich gehalten werden. Dazu werden zusätzliche Arbeitskräfte eingesetzt, um parallel die Brückenwiderlager zu erreichten. Außerdem erfolgen aktuell Abstimmungen mit der Umweltbehörde, die täglichen Arbeitszeiten in den Wintermonaten auszudehnen. In Abhängigkeit von der Zustimmung der Umweltbehörde ist der 29. März 2021 als neuer Inbetriebnahmetermin geplant. Der Behelfsbahnsteig direkt vor der Baustelle am Seedamm bleibt bestehen, so dass die Reisenden des RE6 in/aus Richtung Prignitz/Wittstock kommend, weiterhin den Busersatzverkehr ab Neuruppin West nutzen können.

Ungeachtet dieser Bauzeitverlängerung werden, wie geplant, vom 20. November bis 12. Dezember 2020 zwischen Neuruppin und Kremmen unter Totalsperrung mehrere Durchlässe erneuert. In diesem Zeitraum verkehrt Schienenersatzverkehr. Am Samstag, den 28. November müssen die Züge der Linie RE6 bereits ab Henningsdorf (bei Berlin) ausfallen. An diesem Tag besteht ebenfalls Schienenersatzverkehr.

Bis zum voraussichtlichen Ende der Baumaßnahmen am 29. März 2021 gelten weiter folgende tarifliche Kulanz­regelungen: Inhaber von Zeitkarten für die Landkreiskombination Berlin ABC+ OHV+OPR können den RE2 zwischen Neustadt (Dosse) und Brieselang nutzen. Im Falle einer Betriebsstörung mit Wende des RE2 in Nauen können auch die RB10 sowie die RB14 zwischen Nauen und Brieselang genutzt werden.

Diese Regelung gilt bis zur Beendigung der Bauarbeiten und ausdrücklich auch außerhalb der Verkehrstage des Bus-Pendelverkehrs zwischen Wittstock (Dosse) und Neustadt (Dosse) – montags bis freitags bis 19. November 2020. Fahrgästen aus Neuruppin soll so die Möglichkeit gegeben werden, während der Streckensperrungen zwischen Neuruppin und Kremmen die Umfahrung über Neustadt (Dosse) ohne Zusatzkosten zu nutzen. Damit wird den Nutzern der Busse des Schienenersatzverkehrs zwischen Wittstock (Dosse) und Neustadt (Dosse) die Nutzung des RE2 ermöglicht.

 

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