Bahnlektüre
Für das Menschliche

Gebürtige Schwäbin (in Stuttgart), geflüchtete Jüdin (nach Paris), glühende Antifaschistin und gefeierte Kriegsfotografin (im Spanischen Bürgerkrieg) – Gerda Taro, die historische Hauptfigur in dem Roman der deutsch-italienischen Autorin, führte das dramatische Leben einer außergewöhnlichen Frau in den 1930ern. Mit dem ungleich berühmteren Robert Capa bildete sie das berühmteste Fotografen- und Liebespaar jener Zeit. Genug Stoff also für das mit dem bedeutendsten italienischen Literaturpreis prämierte Buch, das uns Giulia (aus Florenz) von der Buchhandlung Dante Connection empfiehlt: „Eine Pionierin der Kriegsfotografie und passionierte Kämpferin für das Menschliche und damit vielleicht ja auch Vorbild für unsere Zeit.“ | lk

Helena Janeczek „Das Mädchen mit der Leica“, Verlag: Berlin Verlag, 2020, 352 Seiten, ISBN 978-3827013989