Jane, Schülerin und Stammgast in der Ringbahn, liest gerne Klassiker und legt uns diesen hier ganz besonders ans Herz. Aus der Feder Emily Brontës entspinne sich hier eine Liebes- und Familiengeschichte, die wohl am besten mit einem – der Titel lässt es erahnen – Naturereignis zu vergleichen wäre. Stürmisch sei nicht nur der Inhalt, sondern auch die Rezeptionsgeschichte. Was schrieb die Autorin (und Pfarrerstochter), die sich 1847 sicherheitshalber das männliche Pseudonym Ellis Bell gab, doch über ihre weibliche Hauptfigur? „Sie brannte zu hell für diese Welt.“ Eigentlich die perfekte Umschreibung ihrer selbst: Mit nur 30 Jahren verstarb die mittlere der Brontë-Schwestern – wahrscheinlich an einer Lungenentzündung. | lk

Emily Brontë „Sturmhöhe“, Verlag: Carl Hanser, 2016, 640 Seiten, ISBN 978-3446250666 (Neuübersetzung von Wolfgang Schlüter)

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