Kann man allein, ohne eine roman­tische Beziehung ein gutes Leben führen? Lässt sich unser Bedürfnis nach Nähe mit Freundschaften stillen? Daniel Schreiber sucht (und findet) darauf Antworten in seinem Essay „Allein“. Klug schlägt er den Spagat zwischen emotional-persön­licher Erlebnisebene (schwuler Single-Mann in Berlin) und theore­tischer Gesellschaftsanalyse. Immer wieder greift Schreiber dabei auf Ideenwelten berühmter Denkerinnen und Denker aus Soziologie, Philosophie und Psychologie zurück – die uns auf seinem schmerz­haften Weg fast freundschaftlich ans Herz wachsen. Befreiende Erkenntnis inklusive: Denn nur wer dem Alleinsein mit all seinem Schmerz auch positiv zu begegnen weiß, kann sich für andere öffnen und lieben. | lk

 

Daniel Schreiber, „Allein“, Verlag: Hanser Berlin, 2021, 160 Seiten, 20 €

 

image_printdrucken