„Sind wir nicht alle etwas matschig im Kopf geworden in der Pandemie?“, eröffnet Volker Surmann vom unabhängigen Satyr Verlag aus Friedrichshain das Gespräch. Gut, dass er ein Buch parat hat, das ein starker Begleiter ist, wenn aus der Matschigkeit eben mehr wird: mentale Erkrankungen etwa.

Wie man diese erkennt und wie sie sich aus der Sicht von Betroffenen anfühlen, wird in einem Wechselspiel von psychologischem Sachtext und lyrischen, teils lustigen, teils tragikomischen Texten zahlreicher Slam­poeten dargelegt. Der Wunsch, der hinter diesem Stück Psychoedukation steckt, steht im Nachwort: „… dass man sich nicht mehr so allein mit Problemen fühlt und dass andere die eigenen Probleme vielleicht besser verstehen lernen.“ | lk

 

Irre Schön. Poetry & Mental Health, Stef, Bonny Lycan (Hrsg.), Verlag: Satyr, 2022, 304 Seiten, 18 €

 

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