Lediglich mit Rucksack, Kamera und Interrail-Ticket ausgestattet, machte sich der britische Essayist und Fotograf Johny Pitts, Sohn eines afroamerikanischen Vaters und einer weißen Engländerin auf eine Reise, die ihn für fünf Monate in ganz unterschiedliche Metropol-
regionen Europas führen sollte. Sein Ziel: die Erkundung der afropäischen Kultur. Pitts verknüpft Reportage und literarischen Essay meisterhaft zu einem zeitgenössischen Porträt eines Weltteils, der auf der Suche nach seiner postkolonialen Identität ist. Dies gelang ihm auf so bestechende Art und Weise, dass er dafür den „Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2021“ erhielt. Ein so einfühlsames wie aktuelles Buch, das den Blick auf Europa verändert. | lk

 

Johny Pitts „Afropäisch. Eine Reise durch das schwarze Europa“, Verlag: Suhrkamp, 2020, 461 Seiten

 

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