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Bahnlektüre
Bund der Freundschaft

„Dieses Buch liest sich wie ein jugendlicher allumfassender Zorn“, so Heike Röminger von der Buchhandlung Moby Dick. Ein Zorn, der sich speise aus der frustrierenden Erfahrung dreier junger migrantischer Freundinnen, die aufgrund ihrer vermeintlichen Andersartigkeit Argwohn, Vorurteilen und Rassismus der deutschen Gesellschaft ausgesetzt sind. Das Besondere an dem Buch sei, dass man ein Gefühl für die auszehrenden Alltagsdiskriminierungen von Minderheiten in unserem Land bekomme und gleichzeitig den festen Bund einer unerschütterlichen Frauenfreundschaft erlebe. Keine ganz einfache, aber eine wichtige Lektüre, denn  „die Erzählerin führt uns gelegentlich und mit voller Absicht auf die falsche Fährte“, so Heike Röminger. | lk

Shida Bazyar, „Drei Kameradinnen“, Verlag: Kiepenheuer & Witsch, 2021, 352 Seiten