„Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Dass Dinge geliebt und Menschen benutzt werden, ist der Grund dafür, dass sich die Welt im Chaos befindet.“ Recht hat er, der 14. Dalai Lama. So recht, dass ihn Carl Tillessen seinem konsumkritischen Essayband als Prolog voranstellt. Und Tillessen muss es wissen, war er doch selber jahrelang treibender Kopf der kurzlebigen und ressourcenverschlingenden Modebranche. Inzwischen ist er Trendanalyst und Berater – und eben: geläutert(?) reflektierender Autor. Ein Buch wie gemalt für eine Zeit, die wie gemacht ist, um aus alten (Konsum-)Routinen auszusteigen und das eigene Verhalten zu hinterfragen. Wann, wenn nicht genau jetzt? | lk

Carl Tillessen „Konsum – Warum wir kaufen, was wir nicht brauchen“ Verlag: HarperCollins, 2020, 224 Seiten

 

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